Rostock/Unterhaching - Vor knapp vier Jahren wurde Vanessa Huber von ihrem inzwischen verstorbenen Mann vermisst gemeldet. Jetzt gibt es Zeugenhinweise, dass die Frau aus Unterhaching in Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) ist.
Seit dem 5. November 2022 sucht die Polizei nach der damals 39-Jährigen. Aufgrund der Gesamtumstände wurde wegen des Verdachts eines Gewaltdeliktes ermittelt.
Doch wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde die Frau Anfang der Woche von mehreren Zeugen im Bereich Stolteraer Weg/Diedrichshagen in Rostock-Warnemünde gesichtet.
Die Polizei hat offenbar nicht mehr damit gerechnet, dass die Unterhachingerin noch lebt. Zwischenzeitlich geriet der Ehemann unter Verdacht, es wurde wegen Totschlags ermittelt.
Der Verdacht hat sich aber nicht erhärtet, der Mann ist im März 2024 verstorben. Die Ermittlungen gegen ihn wurden daraufhin eingestellt.
Die Überwachungskamera eines Supermarktes in Unterhaching zeichnete das Paar am Tag des Verschwindens gegen 16.40 Uhr auf.
Später soll Huber die gemeinsame Wohnung nach einem Streit verlassen haben. Anschließend verliert sich ihre Spur.
Fall war Teil der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst"
In der Wohnung wurden Bank- und Kreditkarten, Geldbörse, Handys und weitere persönliche Gegenstände der Vermissten gefunden.
Die Ermittler haben auf der Suche nach Huber vier Terabyte Datenmaterial ausgewertet. Nachdem auf dem Laptop des Mannes ein Geocode gefunden wurde, der zu einem Tümpel führte, wurde dieser durch Taucher erkundet.
Im Juli 2024 wurde der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" vorgestellt. "Man mag sich nicht vorstellen, dass sie irgendwo tot ist", sagte die Mutter der damals 39-Jährigen in der Sendung. Und: "Man hofft immer noch."
Damit sich diese Hoffnungen erfüllen, bittet die Polizei die Bevölkerung erneut um Hilfe.
Hinweise zum aktuellen Aufenthalt der Frau nimmt der Kriminaldauerdienst Rostock unter der Telefonnummer 0381 4916 1616 oder an jeder Polizeistelle entgegen.