Suche nach Arian (6) geht weiter: Mülltonnen sollen durchsucht, Gullydeckel geöffnet werden

Bremervörde - Wann gibt es im Fall des vermissten Arian (6) endlich eine neue Spur? Am Donnerstag wurde die Suche nach dem Jungen fortgesetzt. Soldaten und Kräfte der Luftwaffe unterstützen die Einsatzkräfte.

Der sechsjährige Arian wird seit mehreren Nächten vermisst. Die Suche läuft auch am Donnerstag auf Hochtouren.
Der sechsjährige Arian wird seit mehreren Nächten vermisst. Die Suche läuft auch am Donnerstag auf Hochtouren.  © Polizeiinspektion Rotenburg

Auch am vierten Tag der Suche waren Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, DRK und DLRG in und um Elm unterwegs, teilte die Polizei jetzt mit.

Am Nachmittag trafen demnach rund 250 Soldaten der Bundeswehr am Einsatzort in Elm ein. Auch sie werden die Suchmaßnahmen unterstützen.

Noch am Donnerstagabend sollten nach Angaben der Deutschen Presseagentur rund 60 weitere Kräfte der Luftwaffe eintreffen. Unter anderem hatten sie Wärmebildkameras dabei.

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Wie der NDR berichtet, plane die Feuerwehr am Freitag unter anderem Gullydeckel zu öffnen. Da auch Mülltonnen durchsucht werden sollen, wurde die Müllabfuhr entsprechend abgesagt.

Nachdem sich am Mittwochabend abgezeichnet hatte, dass eine mögliche Spur des Jungen entlang des Flusses Oste nach Norden führen könnte und "Mantrailer" dies bestätigten, konzentrierte sich die Suche der Rettungskräfte bis in das etwa zwölf Kilometer entfernte Kranenburg im Landkreis Stade und zum Teil sogar darüber hinaus, heißt es weiter.

Besondere Herausforderung dabei: Die Einsatzkräfte mussten zahlreiche Tümpel durchwaten und kleinere Gewässer erkunden. Dabei habe die Polizei auch Taucher eingesetzt.

Der vermisste Junge möge Wasser. Deshalb sei es nicht unwahrscheinlich, dass er am Fluss entlang gelaufen sei, hieß es zuvor.

Die Luftballons sollen den sechsjährigen Jungen anlocken. Laut Angaben der Eltern reagiere er extrem auf sie.
Die Luftballons sollen den sechsjährigen Jungen anlocken. Laut Angaben der Eltern reagiere er extrem auf sie.  © Markus Hibbeler/dpa

Polizeihauptkommissars Michael Butt glaubt fest an eine erfolgreiche Suche

In einer emotionalen Ansprache von Polizeihauptkommissars Michael Butt, Verantwortlicher für die Suchmaßnahmen, wurden am Donnerstag alle Einsatzkräfte in der Sporthalle in Elm auf die Fortsetzung der Suche vorbereitet.

"Wir glauben immer noch fest daran, dass wir Arian wohlbehalten finden können", so Butt. Dafür gebe es in der Vergangenheit einige Beispiele.

Mit Abschluss der Suche an dem Fluss Oste stelle die Polizei alles wieder auf Null und beginne noch einmal von vorne in der Ortschaft Elm.

Unzählige Einsatzkräfte geben die Suche nach Arian nicht auf

Auch am Donnerstagmorgen läuft die Suche nach dem vermissten Arian (6) auf Hochtouren weiter.
Auch am Donnerstagmorgen läuft die Suche nach dem vermissten Arian (6) auf Hochtouren weiter.  © Markus Hibbeler/dpa

Seit Montagabend wird der Sechsjährige, der selbstständig von Zuhause weggegangen war, vermisst. Arian ist Autist und reagiere deshalb nicht auf die Ansprache Fremder.

Große Hoffnung steckt somit in den mit Helium befüllten bunten Ballons, die zuletzt in einem an das Wohnhaus angrenzenden Waldgebiet aufgehängt wurden. Auf sie reagiere der Sechsjährige laut Angaben der Eltern extrem.

Um jede mögliche Bewegung von Arian wahrzunehmen, wurden Wildkameras im Wald installiert.

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Die Beamten sprechen inzwischen von einer "sehr ernsten Lage". Seit Arians Verschwinden sind sie pausenlos im Einsatz. Zuletzt hatte sogar die Bundeswehr die Suchaktion mit einem Tornado unterstützt.

Das Kampfflugzeug kann geringe Temperaturunterschiede am Boden erkennen und damit hoffentlich den Jungen finden.

Erstmeldung um 7.06 Uhr, Artikel aktualisiert um 21.19 Uhr.

Titelfoto: Markus Hibbeler/dpa, Polizeiinspektion Rotenburg

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