6000 Teilnehmer zu Iran-Demos in Köln angemeldet: 22-Jährige tot geprügelt?

Köln - In Köln finden am Samstagnachmittag drei Demonstrationen zur Unterstützung der systemkritischen Proteste im Iran statt.

Seit dem Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini demonstrieren weltweit Tausende gegen den repressiven Kurs der Regierung.
Seit dem Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini demonstrieren weltweit Tausende gegen den repressiven Kurs der Regierung.  © Onur Dogman/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Die Veranstalter hätten dafür insgesamt 6000 Teilnehmer angemeldet, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. "Wir gehen von einem friedlichen Verlauf aus", sagte er. Es könne allerdings zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Auslöser der systemkritischen Massenproteste im Iran war im vergangenen Monat der Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte sie festgenommen, weil sie gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll.

Nach Polizeiangaben sei sie dort wegen Herzversagens zunächst in Ohnmacht und danach ins Koma gefallen. Später wurde ihr Tod bestätigt.

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Im Internet kursiert jedoch auch eine andere Version. Die Frau sei verhaftet worden, weil ihr Kopftuch nicht richtig saß und ein paar Haarsträhnen zu sehen waren.

Nach der Verhaftung sei ihr auf den Kopf geschlagen worden, was zu einer Hirnblutung, dem Koma und letztendlich schon Tage zuvor zu ihrem Hirntod geführt habe. Die Polizei wies diese Darstellung vehement zurück.

Seit ihrem Tod demonstrieren landesweit Tausende gegen den repressiven Kurs der Regierung sowie das islamische Herrschaftssystem.

Titelfoto: Onur Dogman/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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