Anstieg von 40 Prozent: Antisemitismus-Vorfälle in Köln auf neuem Höchststand

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Köln - Traurige Zahlen aus Köln: Die Fachstelle gegen Antisemitismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt (NS-Dok) hat im vergangenen Jahr einen Anstieg von 40 Prozent von antisemitischen Vorfällen registriert.

Zum fünften Mal in Serie ist die Anzahl an registrierten Antisemitismus-Vorfällen in Köln gestiegen. (Symbolfoto)
Zum fünften Mal in Serie ist die Anzahl an registrierten Antisemitismus-Vorfällen in Köln gestiegen. (Symbolfoto)  © Philip Dulian/dpa

Insgesamt habe es 2025 321 solcher Vorfälle in der Domstadt gegeben, teilte das NS-Dok am Dienstag mit. Damit wurde seit Beginn der systematischen Erfassung im Jahr 2020 im fünften Jahr in Folge ein Höchststand gemessen.

Auch qualitativ haben sich die Zahlen dabei verändert: Im vergangenen Jahr wurden etwa deutlich mehr antisemitisch motivierte Angriffe erfasst als noch im Jahr zuvor (zehn statt vier).

Unter anderem gab es Übergriffe auf den jüdischen Fußballverein Makkabi Köln sowie auf einen Journalisten am Rande einer israelfeindlichen Demonstration.

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"Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob von einer insgesamt gesunkenen Hemmschwelle antisemitischer Gewalt in Köln gesprochen werden kann", teilt das NS-Dok dazu mit.

Mehrheit von Antisemitismus-Vorfällen in Köln "niedrigschwellige" Taten

Gleichzeitig betont die Stadt, dass es sich bei der Mehrheit der im Jahr 2025 dokumentierten Vorfälle weiterhin um "niedrigschwellige" Sachverhalte - etwa verbale Anfeindungen, Schmierereien oder Äußerungen auf Demos - handeln würde. So würde es sich in lediglich 35 Prozent der erfassten Fälle um Straftaten handeln, nur 18 Prozent wurden überhaupt zur Anzeige gebracht.

Zugleich weist das NS-Dok darauf hin, dass die dokumentierten Vorfälle die tatsächliche Lage vermutlich nur eingeschränkt widerspiegeln. Der Anstieg könne nicht allein mit wachsendem Antisemitismus erklärt werden.

Auch die größere Bekanntheit der Meldestelle sowie eine gestiegene Sensibilität und Meldebereitschaft innerhalb der Kölner Stadtgesellschaft könnten zu den höheren Zahlen beigetragen haben.

Titelfoto: Philip Dulian/dpa

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