Von Florentine Dame
Olsberg - Am Naturmonument Bruchhauser Steine im Sauerland haben Archäologen ungewöhnliche Entdeckungen gemacht, die mehr über die Nutzung des Ortes vor über 2000 Jahren verraten.
An diesem Donnerstag (14.30 Uhr) wollen die Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe ihre Funde präsentieren und deren Bedeutung einordnen.
Der Ankündigung zufolge sollen die Forscher oben auf dem Felsen eine Situation angetroffen haben, die darauf schließen lasse, dass der Ort in der Eisenzeit für Kulthandlungen genutzt wurde.
Die Bruchhauser Steine sind ein bedeutsames Boden- und Kulturdenkmal in der Region. Die vier markanten Felsen aus Vulkangestein ragen zwischen 45 und 92 Metern in die Höhe.
Bei vorherigen Grabungen fanden Archäologen bereits Zeugnisse von Menschen aus der Eisenzeit: Vor mehr als 2000 Jahren hatten die Menschen hier eine gewaltige Festung errichtet, die den Felsen samt Bergkuppe abriegelt.
Während man zunächst glaubte, die Befestigungen dienten als Zuflucht vor Feinden, gibt es inzwischen Hinweise, dass die Bruchhauser Steine die Menschen auch als Kultstätte angezogen haben könnten, wie die Stiftung Bruchhauser Steine auf ihrer Homepage schreibt.