Coronavirus in NRW: Große Freizeitparks öffnen wieder

Köln – Die Maßnahmen gegen das Coronavirus Covid-19 treffen NRW hart. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Aktuelle Corona-Zahlen für NRW.
Aktuelle Corona-Zahlen für NRW.  © TAG24

Die zwei größten Freizeitparks in NRW - das Phantasialand und der Moviepark in Bottrop - öffnen am Freitag (10 Uhr) zum ersten Mal nach der Corona-Zwangspause.

In der Statistik des NRW-Gesundheitsministeriums wurden am Donnerstag 157 neue Fälle innerhalb eines Tages ausgewiesen.

Mit den 157 Neuinfektionen von Donnerstag stieg die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 37.679 im bevölkerungsreichsten Bundesland. 

Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg um 5 auf 1581. Um 349 erhöhte sich die Zahl der Gesundeten auf insgesamt 33.418 seit Beginn der Pandemie. 

Aus den Angaben ergibt sich, dass aktuell nachweislich rund 2700 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Am Vortag war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 23. Mai findest Du hier.

Update, 29. Mai, 11.54 Uhr: Letzter italienischer Covid-19-Patient rückverlegt

Der Italiener Paolo Bonacina (56) (M), der letzte aus Italien aufgenommene Covid-19 Patient des St. Josef-Hospitals, wird vom Klinikpersonal mit einem Transparent "Ciao Pauolo - Buona Fortuna" verabschiedet.
Der Italiener Paolo Bonacina (56) (M), der letzte aus Italien aufgenommene Covid-19 Patient des St. Josef-Hospitals, wird vom Klinikpersonal mit einem Transparent "Ciao Pauolo - Buona Fortuna" verabschiedet.  © Roland Weihrauch/dpa

Nach neun Wochen ist der Italiener Paolo Bonacina am Freitagmorgen aus dem Universitätsklinikum St. Josef-Hospital in Bochum entlassen worden. 

Der 56-Jährige war im März schwer an Covid-19 erkrankt und zur Behandlung nach Bochum geflogen worden. Nun brachte ihn ein Flieger zurück in seine Heimat Bergamo in der Lombardei. Als Abschieds-Geschenk bekam er ein signiertes Trikot des Bochumer Torwarts Manuel Riemann.

Bonacina ist der letzte von zehn italienischen Covid-19-Patienten, die seit März in nordrhein-westfälischen Universitätskliniken behandelt wurden. 

Zu seiner Verabschiedung kam auch der NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner(CDU). Nordrhein-Westfalen habe in den vergangenen Wochen bewiesen, "dass nicht geschlossene Grenzen, sondern gute Nachbarschaft und Zusammenarbeit das Virus bekämpfen", sagte er. Die Intensiv-Pfleger verabschiedeten ihren Patienten mit einem selbstgebastelten Transparent. "Ciao Paolo - Buona Fortuna!" stand darauf.

Eine Maschine der Luftwaffe hatte am 28. März Bonacina und einen weiteren, 65 Jahre alten Patienten aus Bergamo nach Bochum geflogen. Der 65-Jährige war bereits vor drei Wochen aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Update, 29. Mai, 11.35 Uhr: Virologe Streeck will Blick stärker auf Großevents richten

Hendrik Streeck (42) ist Virologe und arbeitet an der Universität Bonn.
Hendrik Streeck (42) ist Virologe und arbeitet an der Universität Bonn.  © Federico Gambarini/dpa

Großveranstaltungen wie die Karnevalssitzung in Gangelt spielen nach Einschätzung des Bonner Virologen Hendrik Streeck eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. 

Er gehe davon aus, "dass wir uns sehr viel mehr auf diese Großevents fokussieren müssen", sagte der Autor der sogenannten "Heinsberg-Studie" dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die zu unterbinden scheint am ehesten was gebracht zu haben."

Er vermute, dass es auch in Zukunft immer wieder zu lokalen Ausbrüchen wie zuletzt in Leer oder Frankfurt kommen werde. "Das wird vielleicht im Herbst auch vermehrt und überraschend geschehen - aber ich glaube nicht, dass wir eine zweite Welle sehen werden, die uns regelrecht überschwemmt und überfordert."

Auf die Frage, wie zuversichtlich er sei, dass es je einen Impfstoff geben werde, antwortete Streeck: "Jede Vorhersage für einen Impfstoff ist nicht seriös. Es gibt bislang gegen kein Coronavirus einen Impfstoff. Gegen HIV wurden schon über 500 Impfstoffe konstruiert, wenige auf Effektivität getestet, aber keiner hat funktioniert." 

Es sei deshalb ratsam, sich darauf einzustellen, dass das Virus bleiben werde.

Update, 29. Mai, 11.23 Uhr: 20 Profi-Sportvereine gründen Bündnis "Teamsport NRW"

20 Spitzen- und Profi-Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen haben sich zur Interessensgemeinschaft "Teamsport NRW" zusammengeschlossen. 

Dieses Bündnis von Vereinen aus den vier Sportarten Handball, Basketball, Eishockey und Volleyball soll "Solidarität und Synergien in schweren Corona-Zeiten" schaffen und eine "neue Stimme des Spitzen- und Profisports" werden.

Die Vereine stünden sportartübergreifend vor vergleichbaren organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, teilte das Bündnis mit. 

"Uns verbindet die ernste Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer Vereine beziehungsweise deren wirtschaftlichen Trägern, denen der Virus die Geschäftsgrundlage entzieht", sagte Initiator Björn Barthel, Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten Bayer Dormagen: "Anders als beim Fußball sind für uns die Ticketerlöse unverzichtbar. Geisterspiele stellen für uns keine Lösung dar. Diesen existentiell wichtigen Unterschied wollen wir deutlicher machen."

Die Mitglieder des Bündnisses in alphabetischer Reihenfolge: ASV Hamm-Westfalen (Handball), Bayer Giants Leverkusen (Basketball), Bergischer HC (Handball), Düsseldorf EG (Eishockey), HSG Blomberg-Lippe (Handball) Iserlohner Roosters (Eishockey), Kölner Haie (Eishockey), Ladies in Black Aachen (Volleyball), Uni Paderborn Baskets (Basketball), Phoenix Hagen (Basketball), TBV Lemgo-Lippe (Handball), Telekom Baskets Bonn (Basketball), TSV GWD Minden (Handball), TSV Bayer Dormagen (Handball), TSV Bayer 04 Leverkusen (Handball), TuS Ferndorf (Handball), TuS N-Lübbecke (Handball), TUSEM Essen (Handball), TV Emsdetten (Handball), VfL Gummersbach (Handball).

Update, 29. Mai, 9.15 Uhr: Gastwirte wollen Angebot im Außenbereich aufstocken

Mehr Tische und Stühle an der frischen Luft - wegen der Corona-Pandemie wollen zahlreiche Gastronomiebetriebe in Nordrhein-Westfalen ihre Terrassenflächen vergrößern. Durch die Abstandsregeln musste das Platzangebot in den Gebäuden reduziert werden, womit den Gastwirten wichtige Umsätze verloren gehen.

In Münster sind bisher 45 Anträge auf eine Ausweitung der Außengastronomie bei der Stadt eingegangen, wie ein Stadtsprecher am Donnerstag mitteilte. Davon seien 40 genehmigt worden. "Dadurch wurde eine Zusatzfläche von 650 Quadratmetern generiert", sagte er. Weitere Infos dazu findet Ihr >>>hier.

Update, 29. Mai, 9.10 Uhr: NRW nahm 67 Covid-19-Patienten aus Europa auf

In den vergangenen Wochen hat NRW insgesamt 67 Covid-19-Patienten aus anderen EU-Ländern aufgenommen. Darunter seien 49 Menschen aus den Niederladen, zehn aus Italien und acht aus Frankreich gewesen.

An diesem Freitag kehre der letzte Italiener aus Bochum zurück in seine Heimat, ein Niederländer werde noch in Bonn behandelt. Angaben darüber, wie viele der Patienten überlebten, machte das Land NRW zunächst nicht.

Update, 29. Mai, 8.14 Uhr: Große Freizeitparks öffnen unter Hygieneauflagen

Der Moviepark in Bottrop öffnet ab diesem Freitag wieder (Archivbild).
Der Moviepark in Bottrop öffnet ab diesem Freitag wieder (Archivbild).  © Bernd Thissen/dpa

Die zwei größten Freizeitparks in NRW - das Phantasialand und der Moviepark in Bottrop - öffnen am Freitag (10 Uhr) zum ersten Mal nach der Corona-Zwangspause. 

Unter strengen Hygienekonzepten darf nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern in die Freizeitparks eingelassen werden. Jeder Besucher muss mindestens eine, am besten aber zwei Masken dabei haben und sich ausnahmslos an die Abstandsregeln halten, wie die Freizeitparks auf ihren Internetseiten mitteilen. 

Laut Corona-Schutzverordnung durften Freizeitparks seit dem 11. Mai öffnen. Sie arbeiteten aber noch ihre Hygienekonzepte mit den zuständigen Behörden aus. 

Der Moviepark wäre unter normalen Umständen nach der Winterpause im April gestartet.

Update, 29. Mai, 8.05 Uhr: 157 Corona-Neuinfektionen in NRW

Der Corona-Ausbruch in einem niederländischen Schlachtbetrieb von Groenlo hat sich erneut in der landesweiten Neuinfektionszahl in Nordrhein-Westfalen niedergeschlagen. 

In der Statistik des NRW-Gesundheitsministeriums werden am Donnerstag 157 neue Fälle innerhalb eines Tages ausgewiesen, von denen allein 32 auf den Kreis Borken entfallen. Dort wohnen Mitarbeiter des niederländischen Schlachthofes. Der Kreis hatte die positiven Tests von 30 Groenlo-Mitarbeitern bereits am Mittwoch in seiner Statistik ausgewiesen. Nun kamen sie in der Landesstatistik an.

Neben dem Kreis Borken ist auch der Kreis Kleve von dem Ausbruch in dem niederländischen Schlachtbetrieb betroffen, weil Mitarbeiter auf deutscher Seite wohnen. Bereits am Mittwoch war die landesweite NRW-Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages auf 146 gestiegen - davon allein 29 Fälle aus dem Kreis Kleve.

Auch etliche Corona-Fälle in einem Düsseldorfer Seniorenhaus sorgten mit Zeitverzögerung für den Anstieg der NRW-Zahl am Donnerstag. Auf Düsseldorf entfielen 22 Neuinfektionen. Ein Stadtsprecher verwies auf die Einrichtung, in der am Sonntag die Fälle gemeldet worden seien.

Mit den 157 Neuinfektionen von Donnerstag stieg die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 37.679 im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg um 5 auf 1581. Um 349 erhöhte sich die Zahl der Gesundeten auf insgesamt 33.418 seit Beginn der Pandemie. 

Aus den Angaben ergibt sich, dass aktuell nachweislich rund 2700 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Am Vortag war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken.

Update, 28. Mai, 15.42 Uhr: Laumann gegen Corona-Massentests ohne konkreten Anlass

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält Corona-Massentests ohne konkreten Anlass in Nordrhein-Westfalen für nicht nötig. Die Landesregierung halte an ihrer Strategie fest, nur bei bestimmten Anlässen im breiten Umfeld auf das Coronavirus zu testen, sagte Laumann am Donnerstag im Landtag. 

Als Beispiel nannte er die umfangreichen Tests bei Beschäftigten in Schlachtbetrieben in NRW nach dem Corona-Ausbruch in einem Betrieb in Coesfeld. Den Gesundheitsbehörden sei es gelungen, ein Überspringen des Virus auf die Gesamtbevölkerung zu verhindern. Auch nach anderen lokalen Ausbrüchen wie etwa in einem Paketdienst in Heinsberg oder in einer Flüchtlingsunterkunft in St. Augustin sei breit getestet worden - mit relativ hohen Trefferquoten.

Corona-Massentests ohne Anlass etwa an Bewohnern aller stationären Pflegeheime in NRW lehnte Laumann indes ab. In 60 der insgesamt 2000 stationären Pflegeeinrichtungen sei das Virus aufgetreten. Zur Zeit gebe es in ganz NRW nur noch 2680 registrierte akut mit dem Coronavirus infizierte Menschen.

Update, 28. Mai, 15.12 Uhr: 54 Kölner aktuell an Coronavirus erkrankt

Mit Stand Donnerstag, 28. Mai 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 2.469 bestätigten Coronavirus-Fall. Dies teilte die Stadt Köln am Donnerstag mit. Bislang sind damit 99 Kölner, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben. Aktuell sind 54 Kölner aktiv am Corona-Virus erkrankt.

Update, 28. Mai, 13.12 Uhr: Borussia Mönchengladbach zahlt Sportstätten-Geld

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach greift dem Breitensport unter die Arme und wird für einen Monat die Benutzungsentgelte für die städtischen Sportstätten übernehmen. Sobald alle Sportstätten der Stadt vollumfänglich nutzbar sind, will die Borussia die anfallenden Entgelte in Höhe von 9000 Euro für alle Außenanlagen, Hallen und Bäder der im Stadtsportbund organisierten Vereine übernehmen.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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