Vier Menschen durch Schüsse und Messer verletzt: Polizei teilt neue Erkenntnisse zu blutigem Familienstreit
Köln - Anfang des Monats eskalierte ein Streit zwischen zwei Familien in Köln-Mülheim derart, dass vier Menschen (24, 39, 42, 48) durch Schüsse und Messerstiche zum Teil schwer verletzt worden waren. Nun haben die Ermittler neue Erkenntnisse zu dem blutigen Fall geteilt.
Inzwischen habe die eingesetzte Mordkommission zehn Tatverdächtige ermitteln können, teilen die Kölner Polizei und die Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung am Donnerstag mit.
Demnach seien am frühen Morgen vier von der Justiz beantragte Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungen der Beschuldigten in Mülheim vollstreckt worden. Daran seien auch Spezialeinheiten beteiligt gewesen.
Bei den Maßnahmen an der Odenthaler Straße, der Schützenhofstraße und der Berliner Straße konnten die Beamten dabei unter anderem Mobiltelefone, Datenträger, insgesamt drei Macheten und ein Messer sicherstellen.
Darüber hinaus wurde ein Mercedes abgeschleppt, um ihn intensiv unter die Lupe nehmen zu können.
Zwei Personen erlitten Stichverletzungen, zwei weitere wurden durch Schüsse verletzt
Die Hintergründe zu dem blutigen Familienstreit, der sich am 3. August auf dem Gelände einer Aral-Tankstelle an der Berliner Straße ereignet hatte, sind noch immer unklar. Durch die Auswertung der nun sichergestellten Beweise erhoffen sich die Behörden neue Erkenntnisse zu dem Fall.
Bei der Auseinandersetzung erlitten zwei Männer (24, 48) Stichverletzungen, eine Frau (39) und ein Mann (42) wurden durch Schüsse verletzt. Alle vier Verletzten wurden ebenso wie zwei 19-jährige Tatverdächtige sowie ein 21-Jähriger zwischenzeitlich von der Polizei festgenommen.
Kurz darauf wurden sie allerdings entlassen, da die Voraussetzungen für Haftbefehle nicht vorgelegen hätten, so die Staatsanwaltschaft.
Die Verletzten konnten inzwischen bis auf einen Mann aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Titelfoto: Daniel Evers

