Durchbruch im Tarifstreit: Beschäftigte im NRW-Einzelhandel kriegen mehr Lohn

Von Christian Rothenberg

Düsseldorf - Die Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel bekommen mehr Geld. In der fünften Verhandlungsrunde einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen Tarifabschluss.

Im NRW-Einzelhandel sind rund 700.000 Menschen tätig. (Symbolbild)  © Thomas Banneyer/dpa

Das teilten der Handelsverband Nordrhein-Westfalen und der Verdi-Landesbezirk mit. Es ist der erste Abschluss in einem Tarifgebiet seit Beginn der bundesweiten Verhandlungen im Frühjahr.

"Wir können uns gut vorstellen, dass andere Bezirke sich daran orientieren", sagte ein Sprecher von Verdi. Auch der Handelsverband Deutschland erwartet, dass der Abschluss Signalwirkung haben wird.

Die Beschäftigten in NRW erhalten demnach ab August 2026 ein Plus von drei Prozent, ab Mai 2027 um weitere zwei Prozent. Der Tarifvertrag läuft 25 Monate.

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Für die unteren Entgeltgruppen soll laut Verdi ein Mindeststundenlohn von 14,20 Euro ab August 2026 und von 14,90 Euro ab Mai 2027 gelten. Im NRW-Einzelhandel sind der Gewerkschaft zufolge rund 700.000 Menschen tätig.

Verdi-Verhandlungsführerin Henrike Eickholt sagte zu dem Verhandlungsergebnis: "Wir haben in harten Verhandlungen ein Ergebnis erreicht, das den Beschäftigten spürbare Entgeltsteigerungen bringt."

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Tarifabschluss ein "schmerzhafter Kompromiss"

Die Gewerkschaft hatte sieben Prozent mehr Lohn gefordert, mindestens 225 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Christopher Ranft, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, erklärte: "Dieser Tarifabschluss stellt einen für viele Unternehmen herausfordernden, schmerzhaften Kompromiss dar."

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