Zoo freut sich über Neuankömmlinge im Doppelpack: Sie haben eine ganz bestimmte Aufgabe
Köln - Der Kölner Zoo freut sich über Zuwachs: Im Madagaskarhaus sind jüngst zwei sehr seltene Primaten eingezogen, die nun eine besondere Aufgabe haben.
Wie ein Sprecher des Zoos am Donnerstag mitteilte, sollen die beiden Mongozmakis "Tongay" (geboren 2012) und "Aster" (geboren 2005) nämlich für frischen Wind in Sachen Nachwuchs sorgen und im Idealfall mit dem achtjährigen Weibchen "Emena" einige Nachkommen zeugen.
Die vom Aussterben bedrohten madagassischen Primaten-Männchen hatten vor ihrem Einzug ins Rheinland Ende Februar im Lumigny Safari Reserve in Frankreich gelebt und bringen nun frischen Schwung in den Kölner Zoo.
"Die Eingewöhnung hat bislang gut geklappt", freute sich der Tierpark. "Im weiteren Verlauf wird sich zeigen, ob 'Emena' eher mit dem jüngeren 'Tongay' oder dem erfahrenen 'Aster' harmoniert und für Nachwuchs bereit ist."
Der Mongozmaki ist eine Primatenart, die zur Familie der Lemuren zählt. Die Tiere leben in den trockenen Laubwäldern im Norden Madagaskars und haben sich außerdem auf den Komoren (Inselstaat im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas) angesiedelt.
Mongozmakis leben im Madagaskar-Haus des Kölner Zoos
Die seltenen Primaten sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und leben in kleinen Familienverbänden, wobei sich die Männchen deutlich von den Weibchen unterscheiden: Männliche Tiere besitzen ein graubraunes Fell auf dem Rücken, eine dunkle Schwanzspitze, einen rötlich-braunen Nacken und Bart sowie eine graue Schnauze. Weibchen erkennt man hingegen an ihrem helleren Rückenfell, dem cremefarbenen Bauchfell und einem weißen Bart.
In der Obhut des Menschen können die Tiere ein stolzes Alter von bis zu 35 Jahren erreichen.
Wer die beiden Neuankömmlinge selbst aus nächster Nähe bestaunen will, hat dazu montags bis sonntags zwischen 9 und 18 Uhr im Kölner Zoo die Möglichkeit. Tickets sind über die Zoo-Website buchbar.
Titelfoto: Kölnr Zoo/Rolf Schlosser
