Krasser Anstieg von RTW-Fahrten: Versorgung von Patienten durch Hitze in Gefahr?

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Von Oliver Auster

Düsseldorf - Am besonders heißen Samstag vor zwei Wochen wurden landesweit fast 5000 Rettungswagen-Einsätze mehr gefahren als an einem normalen Samstag.

Die extreme Hitze am letzten Juni-Wochenende brachte auch die Rettungskräfte an ihre Grenzen. (Symbolbild)
Die extreme Hitze am letzten Juni-Wochenende brachte auch die Rettungskräfte an ihre Grenzen. (Symbolbild)  © Marcel Kusch/dpa

Das geht aus einem aktuellen Bericht des Gesundheitsministeriums an den Landtag hervor. Demnach hatte sich die Zahl der Rettungswagen-Einsätze im Regierungsbezirk Köln am 27. Juni sogar mehr als verdoppelt.

"Über die Regierungsbezirke hinweg war ein prozentuales Mehraufkommen an den Hitzetagen im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt bei Rettungswageneinsätzen (RTW) zwischen 24 Prozent im Regierungsbezirk Detmold und 107 Prozent im Regierungsbezirk Köln zu verzeichnen", heißt es in dem Bericht.

Bei den Notarzteinsatzfahrzeugen lag der Anstieg laut dem Papier zwischen 13 Prozent im Regierungsbezirk Detmold und 109 Prozent im Regierungsbezirk Düsseldorf.

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Das Ministerium hatte sich die Zahlen für das Wochenende vom 26. bis zum 28. Juni schicken lassen, als der Deutsche Wetterdienst in NRW Temperaturen von bis zu 40,2 Grad gemessen hatte.

Als Vergleich wurden die durchschnittlichen Einsatzzahlen der Wochenenden 2025 daneben gelegt.

Sondersitzung im Landtag

Am Montag wird es im Landtag eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses zu den Folgen der Hitzewelle geben. Die SPD-Fraktion hatte die Sitzung mit Bezug auf Todesfälle in einem Krankenhaus und mutmaßliche Versorgungsengpässe beantragt.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind bis Ende Juni dieses Jahres bereits 1230 Menschen in Nordrhein-Westfalen an Hitze gestorben.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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