Leck am Bug von Frachter: Feuerwehr muss Schiff auf Grund setzen
Von Christine Bähr
Köln - Ein Leck in einem Frachtschiff hat in Köln für einen größeren Einsatz auf dem Rhein gesorgt.
Der Kapitän des 85 Meter langen Schiffes habe die Einsatzkräfte am Samstagnachmittag alarmiert, weil Wasser an dessen Bug eingedrungen sei, teilte die Kölner Feuerwehr mit.
Um die Fahrrinne des Rheins nicht zu blockieren, habe er das mit rund 1300 Tonnen Sand beladene Schiff zunächst auf eine Sandbank gesetzt.
Als die Einsatzkräfte angekommen seien, hätten die Räume des Bugs schon zweieinhalb Meter unter Wasser gestanden. Indem sie nach eigenen Angaben zeitweise mehr als 10.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Schiff abpumpten, wurde der Wasserstand schließlich deutlich gesenkt.
Zudem habe ein Baggerschiff rund 500 Tonnen Sand aus dem Bug entladen. Dann sei das Frachtschiff im Flachwasser auf Grund gesetzt worden. Geplant sei, es in den kommenden Tagen zu bergen.
Es sei niemand verletzt worden, berichtete ein Feuerwehrsprecher zudem am Vormittag. Die Ursache des Lecks und die Höhe des Sachschadens waren laut eines Sprechers der Wasserschutzpolizei zunächst unklar.
Titelfoto: Alexander Franz
