FC-Fans entrollen Geschmacklos-Banner: Kölner Oberbürgermeisterin Reker erstattet Anzeige

Köln - Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (67) hat wegen eines beleidigenden Banners, das Fans des 1. FC Köln beim Fußball-Bundesligaspiel gegen Union Berlin gezeigt haben, Anzeige erstattet.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (67) hat am Sonntag Anzeige erstattet.
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (67) hat am Sonntag Anzeige erstattet.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das bestätigte eine Sprecherin der Stadt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Das Banner mit der Aufschrift "Henriette ist zwar keine GILF, aber wir f***en sie trotzdem", richtete sich direkt gegen die Oberbürgermeisterin. Zuerst hatte der "Express" über die geschmacklose Aktion berichtet.

"Ich habe in einem persönlichen Kontakt mit Frau Reker um Entschuldigung gebeten", erklärte Vereinspräsident Werner Wolf (67) am Sonntag laut Klub-Statement. "Wir distanzieren uns von diesem geschmacklosen Banner."

Zuvor hatte sich bereits Geschäftsführer Christian Keller (47) unmittelbar nach dem Spiel bei Reker entschuldigt: "Grundsätzlich hat jede Form der Diskriminierung nichts beim 1. FC Köln verloren. Das ist mit den Werten des FC nicht zu vereinbaren. Auch wenn es ein Kampf für ein hehres Ziel ist, muss man anständig bleiben und die richtigen Mittel für den Protest wählen. Das war hier nicht so."

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Fans hatten das Banner während der zweiten Halbzeit vor die Kölner Südkurve gehängt.

Bürgerinitiative klagt gegen Bauvorhaben des 1. FC Köln

Hintergrund ist der Streit um die Erweiterung des Trainingsgeländes des Vereins am Geißbockheim. Der 1. FC Köln plant, ein neues Nachwuchsleistungszentrum sowie drei weitere Fußballplätze und vier Kleinspielfelder für die Öffentlichkeit hinter dem Geißbockheim in einem bislang unbebauten Grüngürtel zu errichten.

Nachdem eine Bürgerinitiative dagegen geklagt hatte, bot die Stadt dem Klub an, stattdessen nach Marsdorf im Kölner Westen umzuziehen. Der Verein lehnt dies ab.

Auch die Fans hatten sich in den vergangenen Wochen immer wieder gegen einen Umzug ausgesprochen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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