Lohnt sich nicht mehr: WDR gibt Produktionsstandort in Köln auf

Von Petra Albers

Köln - Der WDR will seinen Produktionsstandort in Köln-Bocklemünd verkaufen.

Auf dem Gelände in Köln-Bocklemünd wurden jahrzehntelang TV-Produktionen wie die „Lindenstraße“ realisiert.
Auf dem Gelände in Köln-Bocklemünd wurden jahrzehntelang TV-Produktionen wie die „Lindenstraße“ realisiert.  © WDR Westdeutscher Rundfunk/WDR Westdeutscher Rundfunk/obs

Angesichts schlanker und digitaler Produktionsprozesse seien die Flächen nicht mehr ausgelastet, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit.

Der Standort war unter anderem Heimat der früheren ARD-Serie "Lindenstraße". Fast 35 Jahre lang wurden die Nachbarschaftsgeschichten um Mutter Beimer & Co. dort produziert - obwohl die Kultserie in München spielte.

Nach dem Aus der "Lindenstraße" 2020 wurden die Kulissen in Bocklemünd abgebaut.

Verschwundener Schädel nach Monaten wieder aufgetaucht
Köln Lokal Verschwundener Schädel nach Monaten wieder aufgetaucht

Die Verkaufspläne für das riesige Gelände im Kölner Norden basierten auf einer internen Bedarfsanalyse und einer unabhängigen Wirtschaftlichkeitsprüfung, erklärte der WDR.

"Das sehr große Betriebsgelände in Bocklemünd passt nicht mehr zu den Anforderungen unseres digitalen, smarten Produktionsbetriebs", sagte WDR-Intendantin Katrin Vernau. "Ein weiterer Erhalt des Standorts ist für den WDR schlichtweg unwirtschaftlich."

In Bocklemünd sind neben Produktionshallen verschiedene Abteilungen des Senders angesiedelt, etwa Veranstaltungstechnik, die Dokumentation und das Instrumentenlager. Für die betreffenden Einheiten würden nun alternative Standorte gesucht. Ziel sei es, den gesamten Verkaufsprozess bis spätestens 2035 abzuschließen.

Titelfoto: WDR Westdeutscher Rundfunk/WDR Westdeutscher Rundfunk/obs

Mehr zum Thema Köln Lokal: