Immer mehr Unfälle: KVB macht Stadtbahnen fit für mehr Sicherheit

Köln - In Köln kommt es immer häufiger zu Unfällen mit Bahnen und Bussen der KVB. Jetzt reagieren die Verkehrsbetriebe mit Umbauten und neuer Technik.

Mehr Sicherheit auf Kölns Gleisen: Die KVB testet neue Sensoren in ihren Stadtbahnen. (Archivbild)
Mehr Sicherheit auf Kölns Gleisen: Die KVB testet neue Sensoren in ihren Stadtbahnen. (Archivbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Schnitt soll es inzwischen rund zehnmal pro Woche scheppern. Im vergangenen Jahr wurden dabei laut Polizei Köln etwa 250 Menschen verletzt.

Ein Blick in die Statistik zeigt: Bei schweren Unfällen mit Verletzten sitzen oft Autofahrer am Steuer. In vielen Fällen wird die Vorfahrt missachtet oder beim Abbiegen landen Wagen direkt auf den Gleisen.

Aber auch Bus- und Bahnfahrer sind nicht ganz raus: rund jedes fünfte schwere Unglück geht auf ihr Konto.

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Bei der KVB schrillen deshalb die Alarmglocken. "Wir beobachten die Unfallentwicklung mit Sorge", sagt KVB-Sprecher Thorsten Moeck gegenüber dem WDR.

Als Reaktion wird an besonders gefährlichen Stellen geschraubt. In Deutz zum Beispiel wurden die Gleise der Linien 3 und 4 angehoben, sie stechen jetzt deutlich aus der Fahrbahn heraus und sind für Autofahrer besser zu erkennen.

Ablenkung als Unfalltreiber: KVB setzt auf neue Warnsysteme

Ablenkung im Straßenverkehr, z.B. durch Handys, gilt als große Unfallursache. (Symbolbild)
Ablenkung im Straßenverkehr, z.B. durch Handys, gilt als große Unfallursache. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Ein Problem bleibt aber die Ablenkung. Besonders rund um die Messehallen kracht es häufig. Der ADAC vermutet, dass viele Autofahrer dort mehr aufs Navi oder Smartphone als auf die Schienen achten.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, will die KVB jetzt technisch nachlegen. Geplant sind Kollisionswarner für Stadtbahnen. Sensoren sollen Hindernisse auf den Gleisen erkennen und das Fahrpersonal frühzeitig warnen.

Die Technik soll noch in diesem Jahr getestet werden. Zudem ist der Plan, in den nächsten sechs Jahren rund die Hälfte der Flotte zu erneuern. Alle neuen Bahnen bekommen die Warnsysteme serienmäßig.

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So soll es mehr Sicherheit für alle geben, die sich durch Köln bewegen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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