Köln - Köln bekommt in der kommenden Woche insgesamt 61 neue Stolpersteine. Damit wird eine besondere Marke gerissen.
Am Mittwoch (10. Juni) und Donnerstag (11. Juni) werden die neuen Gedenksteine an 23 verschiedenen Orten verlegt.
Das Andenken an Chana Grünbaum, das künftig in der Rubenstraße zu sehen sein wird, ist dabei bereits der 3000. Stolperstein in der Domstadt. Zu dem feierlichen Anlass werden auch Angehörige ihrer Familie aus den USA erwartet.
Die Verlegungen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs der Stadt Köln durchgeführt und vom NS-Dokumentationszentrum (NS-DOK) begleitet.
Zeitweise soll auch Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig (78) anwesend sein.
Seine Gedenksteine erinnern an Personen, die aus politischen oder rassenideologischen Gründen durch das Nazi-Regime verfolgt wurden. Sie werden meist vor der letzten freiwillig gewählten Wohnunterkunft der Opfer verlegt.
"Die Mehrheit der neu verlegten Steine erinnert an Menschen, die als jüdisch verfolgt wurden. Weitere Stolpersteine gedenken Personen, die wegen ihrer Homosexualität verfolgt oder 'Vorbereitung zum Hochverrat' verurteilt wurden", berichtet die Stadt in der Mitteilung.