Köln - Der Johannes-Giesberts-Park in Köln-Nippes soll umgestaltet werden. Bevor die Arbeiten starten können, muss das Areal am 12. Juni allerdings vollständig gesperrt werden.
Da sich der Park in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Clouth-Werke befindet und diese im Zweiten Weltkrieg stark bombardiert wurden, gehen Experten davon aus, dass sich auch 80 Jahre nach Kriegsende noch immer zahlreiche Blindgänger im Boden befinden könnten.
Auf Grundlage von Luftbildern hätten sich bislang mehr als 150 Verdachtsmomente ergeben, teilt die Stadt Köln am Mittwoch mit. In 14 Fällen vermuten die Fachleute der Bezirksregierung Düsseldorf demnach Blindgänger mit einem Gewicht von über 50 Kilogramm.
Um den Boden gründlich durchsuchen zu können, müssen die verdächtigen Stellen aufgegraben werden. Aus Gründen der Gefahrenabwehr und des Bevölkerungsschutzes muss der Park daher gesperrt werden.
Sollten tatsächlich Kampfmittel gefunden werden, sollen diese am 13. Juli durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft werden. Die Größe des Evakuierungsradius richtet sich danach, um welche Art Blindgänger (Herkunft, Größe, Gewicht, Beschaffenheit des Zünders) es sich handelt.
Klar ist schon jetzt: Das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße könnte von einer möglichen Evakuierung betroffen sein – es wurde über alle Maßnahmen frühzeitig informiert und bereitet sich auf eine mögliche Räumung vor.
Umbauarbeiten im Johannes-Giesberts-Park sollen so schnell wie möglich starten
Sobald der Boden durchsucht und mögliche Blindgänger entschärft wurden, sollen die Umbauarbeiten so schnell wie möglich starten. In diesem Rahmen sollen 30 Bäume gepflanzt, Wege entsiegelt und zusätzliche Rundwege angelegt werden. Zudem sollen Schäden an Wegen und Vegetationen behoben werden, damit der Park wieder verkehrssicher genutzt werden kann.
Spätestens im Frühjahr 2027 soll die Umgestaltung abgeschlossen sein.