Ankündigung von Eintrittsgebühr: Warum ist der Kölner Dom so beliebt?

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Von Marco Rauch

Köln - Sechs Millionen Menschen besuchen jährlich den Kölner Dom - schon bald soll eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands aber Eintritt kosten.

Eine der beliebtesten Gottesdienste im Kölner Dom ist die jährliche Christmette an Heiligabend.
Eine der beliebtesten Gottesdienste im Kölner Dom ist die jährliche Christmette an Heiligabend.  © Federico Gambarini/dpa

Nicht nur in Köln, sondern deutschlandweit begeistert er die Massen und ist weltbekannt, nicht nur bei gläubigen Christen.

"Der Kölner Dom fasziniert, weil er für viele verschiedene Dinge steht. Er ist steingewordener Glaube und Weltkulturerbe, eine der bedeutendsten Kirchen der Christenheit und ein gotisches Meisterwerk", sagt Markus Frädrich vom Domkapitel in Köln.

Der Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Er prägt die Stadt und die kölsche Identität. Selbst wer weder christlich sozialisiert noch katholisch sei, schwärme vom Gänsehaut-Gefühl, das sich nach einer längeren Abwesenheit aus der Domstadt beim Anblick der Zwillingstürme einstelle.

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Die Faszination für den Dom ist Frädrich zufolge jedoch kein neues Phänomen. Das Gotteshaus habe in unterschiedlichen Zeiten auf verschiedene Weise fasziniert. "Im Mittelalter durch seine schiere Größe, den zunächst schnellen Baufortschritt und als Pilgerort, der sich neben Santiago de Compostela, Rom und den Stätten im Heiligen Land nicht verstecken musste", erklärt er.

Das Phänomen Kölner Dom lässt sich auch mit Zahlen belegen: Pro Jahr besuchen ihn laut Domkapitel rund sechs Millionen Menschen, zudem gilt er auch in einigen Umfragen und Erhebungen als die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands.

Beten und Kerzen anzünden trotz Eintrittsgebühr kostenlos möglich

Jedes Jahr kommen rund sechs Millionen Besuchende, um sich den Dom anzuschauen.
Jedes Jahr kommen rund sechs Millionen Besuchende, um sich den Dom anzuschauen.  © Henning Kaiser/dpa

Auch die Größe sei entscheidend: 157 Meter hoch sind die beiden Türme, der Südturm ist allerdings vier Zentimeter größer als der Nordturm. Die größte Glocke des Doms, der sogenannte "dicke Pitter", wiegt laut Domkapitel 24.000 Kilogramm - so viel wie knapp 20 Autos.

Zuletzt geriet der Kölner Dom wieder vermehrt in die Schlagzeilen, da man ab der zweiten Jahreshälfte für den Eintritt ins Innere erstmals bezahlen muss - wie viel, ist aber noch offen. Ob das die Dom-Faszination bremsen wird, ist offen.

Zwar sei es möglich, dass sich die Zahl der touristischen Besucherinnen und Besucher des Doms reduzieren werde.

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Man gehe davon aus, dass die neue Besichtigungsgebühr den Tagesbetrieb im Dom deutlich beruhige und dabei helfe, ihn wieder stärker als Gotteshaus und sakralen Raum erfahrbar zu machen.

Beten oder Kerzen anzünden sei daher weiter kostenfrei möglich.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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