Lehrermangel in Köln hat Folgen: Schüler teils von Eltern betreut

Köln - Lehrer-Engpass an Kölns Schulen. Weil viele Lehrerstellen schlichtweg nicht besetzt sind oder Lehrer vor Ort krank sind, fällt momentan sehr viel Unterricht aus.

In Köln fehlen an vielen Schulen Lehrer.
In Köln fehlen an vielen Schulen Lehrer.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Die Folgen sind gravierend. "Bei Krankheitsfällen im Kollegium finden sich mehrere Klassen auf dem Schulhof ein und werden für zwei Stunden von Eltern beaufsichtigt", berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Sogar der aus Corona-Zeiten ungeliebte "Distanzunterricht" ist wieder da.

Was heißt das konkret? An manchen Schulen gehen die Schüler der 2. Klassen bei Personalmangel dienstags und freitags nicht in die Schule, sondern bleiben in der Obhut der Eltern.

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Es ist eine tageweise Not-Lösung. "Ausdrücklich mit Billigung des Schulministeriums", so der Artikel des KStA.

Die Bewältigung des Lehrkräfte- und Personalmangels an den 5500 Schulen in NRW ist insgesamt eine Herausforderung.

Den größten Bedarf hätten Grund- und Förderschulen und Schulen der Sekundarstufe I. In den nächsten Jahren sollen laut Koalitionsvertrag 10.000 zusätzliche Lehrkräfte eingestellt werden.

Steigende Schüler-Zahlen in NRW

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen werden bis Mitte der 2030er Jahre voraussichtlich rund 340.000 Schülerinnen und Schüler mehr unterrichtet als heute.

Ihre Zahl könnte von derzeit etwa 2,45 Millionen auf 2,79 Millionen im Jahr 2035 steigen, wie aus aus einer im September 2022 veröffentlichten Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK) hervorging.

Steigende Schülerzahlen werden immer wieder als eine der Ursachen für den Lehrermangel genannt.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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