Polizei bereitet sich auf ereignisreichen Sessionsstart vor: "Wer feiern will, braucht kein Messer"

Köln – Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften wird die Kölner Polizei am 11.11. in der Innenstadt vertreten sein und nach eigener Aussage "konsequent und früh" einschreiten.

Auf der Zülpicher Straße werden in diesem Jahr wieder etliche Feiernde erwartet.
Auf der Zülpicher Straße werden in diesem Jahr wieder etliche Feiernde erwartet.  © Thomas Banneyer/dpa

Polizeipräsident Falk Schnabel, der Leiter der Staatsanwaltschaft Köln, Joachim Roth, sowie Einsatzleiter Rüdiger Fink bereiten sich mit rund 1100 Einsatzkräften auf einen arbeitsreichen und langen Arbeitstag vor.

Aufgrund des Freitags vermutet die Polizei zudem, dass viele Feiernde auch nach der Arbeit losziehen werden und es daher bis spät in die Nacht auf den Straßen und in den Kneipen voll sein wird.

Hinzu kommt der Fakt, dass es sich um den ersten Karnevalsauftakt nach den pandemiebedingten Einschränkungen handelt und daher noch mehr Menschen in der Innenstadt erscheinen.

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Daher hat die Kölner Polizei ab 6 Uhr für 24 Stunden polizeiliche Anhalt- und Sichtkontrollen für den gesamten linksrheinischen Innenstadtbereich angeordnet.

Das bedeutet, dass Polizistinnen und Polizisten auch ohne konkrete Verdachtsmomente Personen anhalten, befragen und mitgeführte Gegenstände in Augenschein nehmen können.

Waffenverbotszone soll ausgeweitet werden

Auf dem Kölner Heumarkt wurden in den vergangenen Tagen erste Absperrungen aufgestellt.
Auf dem Kölner Heumarkt wurden in den vergangenen Tagen erste Absperrungen aufgestellt.  © Thomas Banneyer/dpa

Zudem wird die innerstädtische Waffenverbotszone ausgeweitet. Die Polizei wird dazu mehr als deutlich: "Wir wollen verhindern, dass Messer jeglicher Art oder sonstige gefährliche Gegenstände in die Feierzonen mitgebracht werden. Wer feiern will, braucht kein Messer."

Gerade an Karneval und mit zunehmenden Alkoholkonsum könne die Stimmung leicht kippen, heißt es. Der Missbrauch von Waffen könnte daher fatal enden.

Für diejenigen, die sich trotz aller Warnungen nicht an die Regeln halten, könnte der Elfte im Elften möglicherweise auch unangenehme strafrechtliche Konsequenzen haben. Seit einiger Zeit arbeiten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln zusammen und bearbeiten Aggressions- und Gewaltdelikte im Bereich von Feiermeilen und Hotspots. In Köln könnte es an Karneval daher Anzeigen regnen.

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Zudem soll das neue Sicherheitskonzept in diesem Jahr für mehr Schutz von allen Feiernden sorgen.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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