Köln - Die Tiefgarage am Kölner Dom ist marode und muss dringend saniert werden. Doch dabei soll es nicht bleiben, wenn es nach den Kölner Fraktionen von SPD, Grünen und Linken geht.
Mit ihrer zentralen Lage in der Innenstadt nimmt die Garage unter dem Roncalliplatz eine Schlüsselrolle in der Kölner Verkehrsplanung ein.
"Die anstehende Generalsanierung bietet daher eine wichtige Chance, unsere Infrastruktur an die Anforderungen einer modernen, nachhaltigen und vernetzten Mobilität anzupassen", schreiben SPD, Grüne und Linke in einer gemeinsamen Mitteilung.
Am Montag wurde daher im Hauptausschuss ein Änderungsantrag am Sanierungsplan in den Kölner Stadtrat eingebracht. Dieser sieht vor, die Domgarage nicht nur zu sanieren, sondern sie funktional und konzeptionell weiterzuentwickeln.
Unter anderem steht dabei die Frage im Mittelpunkt, ob die Anzahl der bisherigen Pkw-Stellplätze wirklich der Nachfrage entspricht oder die Sanierungskosten eventuell durch eine Reduktion der Parkplätze vermindert werden könnten.
Dafür sollen die Auslastungszahlen der letzten drei Jahre analysiert werden.
Sanieren und weiterdenken
Darüber hinaus soll geprüft werden, ob ein Konzept für bewirtschaftete Fahrradparkplätze in den Sanierungsplan mit aufgenommen werden kann. Dies sei nötig, da die Nachfrage nach sicheren, zentralen und wettergeschützten Fahrradabstellmöglichkeiten in der Innenstadt immer weiter steige, meinen die Parteien.
"Wir bauen jetzt die Infrastruktur für die nächste Generation, daher müssen wir über den Status hinausdenken", sagt Lino Hammer (Grüne), Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Stadt Köln. "Unser Ziel bei der Domgarage ist: sanieren, weiterdenken und Köln fit machen für die Zukunft."