Von Volker Danisch
Köln - In NRW steht das lange Pfingstwochenende an. Der ADAC warnt insbesondere rund um Köln vor vollen Autobahnen.
Richtig voll wird es den Prognosen zufolge auf den Autobahnen - wie eigentlich immer - am Freitagnachmittag. Laut ADAC kommen dann Berufsverkehr, Freizeitverkehr und zusätzlicher Reiseverkehr zusammen. Die Autobahn GmbH spricht vom ersten großen "Belastungstest", wenn an dem Nachmittag der Berufsverkehr auf die einsetzende Reisewelle trifft.
Wer trotzdem unbedingt am Freitag in den Kurzurlaub über Pfingsten starten will, sollte nach Möglichkeit schon am Morgen oder Vormittag losfahren: "Bis 12 Uhr kommt man relativ gut durch oder am Abend nach 18 Uhr", sagt ADAC-Sprecher Thomas Müther.
Für einen Tagesausflug biete sich hingegen eher der Pfingstsonntag an. Das könnte sich allerdings dann auch auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete bemerkbar machen.
Auch am Samstagvormittag sieht der ADAC für die Zeit von 10 bis 15 Uhr noch ein erhöhtes Staupotenzial. Die Autobahn GmbH erwartet in ihrem bundesweiten Ausblick ebenfalls für Samstag ein hohes Verkehrsaufkommen.
Am Pfingstmontag wird eine Rückreisewelle erwartet. Der ADAC geht in NRW von einer moderat steigenden Staugefahr ab dem Mittag vor allem rund um Köln aus. Gute Nerven bräuchten Rückkehrer nach NRW aber teilweise auf den Autobahnen von Nord- und Ostsee wie A1, A2, A7 oder aus den Niederlanden wie A12 oder A3.
Welche Strecke sollte ich mit dem Auto meiden?
Der ADAC betrachtet in NRW die A1 (Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg), die A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und die A3 (Köln - Oberhausen - Emmerich) als potenzielle Staustrecken am Freitag. Gerade auf dem Kölner Autobahnring, in den Bereichen Oberhausen/Duisburg (A3/A40, Kreuz Kaiserberg) und Bochum/Herne/Recklinghausen (A43) sowie am Kamener Kreuz (A1) und auf der Wuppertaler Stadtautobahn (A46) drohten Staus und stockender Verkehr.
Die Autobahn bei stockendem Verkehr zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC derweil nur selten einen Vorteil. Ausweichstrecken seien schnell verstopft und an Ampeln gebe es lange Staus. Navigationssysteme böten zwar Alternativrouten an. Der prognostizierte Zeitgewinn betrage aber meist nur wenige Minuten und die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtere sich innerhalb kürzester Zeit.