Weitere Diskussionen um autofreie Deutzer Freiheit: Bleibt sie oder dürfen Autos wieder fahren?

Köln - Die Kölner spaltet derzeit ein großes Thema: die autofreie Deutzer Freiheit. Die einen finden das Vorhaben der Stadt toll, die anderen wünschen sich, dass alles wieder zum Alten zurückkehrt.

Die Deutzer Freiheit beginnt nach der Deutzer Brücke und bildet das Herz von Deutz.
Die Deutzer Freiheit beginnt nach der Deutzer Brücke und bildet das Herz von Deutz.  © Oliver Berg/dpa

Die Stadt hat nun entschieden, dass der Verkehrsversuch an der Deutzer Freiheit wie geplant bis zum Sommer 2023 fortgesetzt wird. Die Betreiber der Kneipen, Restaurants und Cafés an der Straße forderten einen sofortigen Abbruch, doch darauf möchte die Stadt nicht eingehen.

Viel lieber möchte die Verwaltung die Untersuchungen im Frühjahr 2023 abwarten und den Versuch vernünftig auswerten. Dazu wird es noch vor dem anstehenden Jahreswechsel ausführliche Gespräche mit den Beteiligten geben.

Die Stadtterrassen, die eigentlich nur für den Sommer gedacht waren, sollen im Dezember zurückkehren, um die Aufenthaltsqualität wieder zu verbessern. Sie bestehen aus bepflanzten Modulen und Straßenmöblierung, die zum Verweilen einladen.

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Auch die Absperrungen sollen ab dem 1. Dezember wieder stehen, um Autos vor der Einfahrt in die Straße deutlich zu warnen. Zuletzt hatten sich nämlich Anwohner und Anwohnerinnen beschwert, da immer noch viele Autos in die Straße gefahren waren und nachts sogar dort geparkt hatten.

Autofreie Deutzer Freiheit - ja oder nein?

Erst im Juni 2023 soll dann final über den Versuch entschieden werden. Vielleicht wird die autofreie Deutzer Freiheit dann eine permanente Angelegenheit - oder eben nicht. Bisher ergab eine Umfrage, dass rund 60 Prozent der Teilnehmenden mit dem Versuch zufrieden sind.

Die Leute finden, dass sich die Aufenthaltsqualität in Deutz seither verbessert hat. Die meisten Teilnehmenden wohnen sogar in Deutz - für die Bewohner des Kölner Veedels scheint die autofreie Deutzer Freiheit also einen eher positiven Eindruck zu haben.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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