Seit Januar wegen Sanierung geschlossen: Öffnet das Agrippabad nie wieder?
Köln - Seit Anfang des Jahres ist das traditionsträchtige Agrippabad in der Kölner City wegen umfassender Schäden geschlossen. Ob das Schwimmbad noch mal öffnen wird, ist fraglicher denn je.
Hinter verschlossenen Türen sollten die Schäden ermittelt und erste Maßnahmen erwogen werden. Doch die Lage stellt sich offenbar weitaus schlimmer dar als zunächst angenommen. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf einen Beteiligten.
Demnach werde inzwischen sogar ein Abriss und ein kompletter Neubau des 1958 erbauten und im Jahr 2000 schon einmal sanierten Bades in Betracht gezogen. "Das Ding zu sanieren, hat keinen Zweck mehr", betont der Insider.
Insbesondere die markante Schrägfassade sei nicht mehr zu retten, da dort "minderwertige Metallhalterungen für Glasplatten verbaut" worden seien, heißt es außerdem in dem Bericht. Zudem gilt das Dach inklusive der Stahlträger als stark in Mitleidenschaft gezogen.
Wie es jetzt weitergeht, ist noch unklar. Bis zum Sommer soll jedoch ein Gutachten vorliegen, in dem drei Sanierungsvarianten betrachtet werden, von der Teilsanierung bis zum kompletten Neubau.
2018 hatte das Agrippabad für die Sanierung des Sauna- und Fitnessbereichs sowie der Fassade rund 22,3 Millionen Euro veranschlagt.
Inzwischen gehe man jedoch von knapp 40 Millionen Euro an Kosten aus - exklusive der ebenfalls maroden Technik, heißt es abschließend.
Titelfoto: Henning Kaiser/dpa
