Vom Traktormotor zum Panzergeschäft: Deutz übernimmt Rüstungsfirma FFG

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Von Dominik Kotzur

Köln - Der Kölner Motorenbauer Deutz hat die Flensburger Rüstungsfirma FFG übernommen und sein Geschäft mit Militärgütern damit deutlich gestärkt.

Der Motorenbauer Deutz hat seinen Hauptsitz in Köln. (Symbolfoto)
Der Motorenbauer Deutz hat seinen Hauptsitz in Köln. (Symbolfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Die Transaktion sei vollzogen, teilte das Unternehmen in Köln mit. FFG steht für Flensburger Fahrzeugbau GmbH. Die Firma mit Sitz in Schleswig-Holstein beschäftigt gut 1100 Mitarbeiter, damit hat Deutz nun rund 7500 Mitarbeiter.

Die bereits im Juli verkündete und jetzt finalisierte Übernahme kostet rund 1,6 Milliarden Euro - ein Teil des Betrags wurde in bar bezahlt und der andere in Deutz-Aktien. Mit insgesamt 29,9 Prozent der Anteile sind die vier FFG-Eigentümerfamilien der größte Deutz-Aktionär.

Das Flensburger Unternehmen wartet und modernisiert Panzer und andere Militärfahrzeuge. Zu den Kunden gehören die Bundeswehr, Dänemark und andere NATO-Staaten sowie die Ukraine.

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Deutz hat bereits eine kleine Rüstungssparte, in der etwa Motoren für Truppentransporter hergestellt werden. Diese Sparte ist aber noch klein, durch die FFG-Übernahme wird das Portfolio deutlich erweitert.

Bislang geht es bei Deutz vor allem um Motoren für Hebebühnen, Traktoren, Erntemaschinen und anderes schweres Gerät sowie Generatoren. Jetzt kommen Panzer hinzu.

Deutz will kein klassischer Rüstungskonzern werden

Das Tochterunternehmen soll im kommenden Jahr eine Milliarde Euro Mehrumsatz im Defense-Bereich einbringen. "Die FFG wird künftig den Kern des Deutz-Defense-Geschäfts bilden", teilte das Unternehmen mit.

Auch wenn Defense das Geschäft maßgeblich prägen soll, wolle Deutz nicht zum klassischen Verteidigungsunternehmen werden, sagte Konzernchef Sebastian Schulte.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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