Perfekte italienische Nudeln: Öl ins Nudelwasser geben oder nicht?

Ratgeber - Dio Mio! Viele geben Öl ins Nudelwasser, damit die Nudeln nicht verkleben. Doch was sagen Italiener dazu?

Mit Salz und Öl kochen viele ihre Nudeln.
Mit Salz und Öl kochen viele ihre Nudeln.  © 123RF/Zhanna Tretiakova

Leckere Nudeln, etwas Salz und einen guten Schuss Öl ins Nudelwasser - diese Rezeptur scheint für viele Deutsche für "echte italienische Pasta" zu stehen. Hauptgrund für die Zugabe des Öls soll der Effekt sein, dass die Nudeln nicht so stark aneinander kleben, aber es soll auch für einen nochmals besseren Geschmack sorgen.

Italienischen Köchen stehen dabei die Haare zu Berge. Im Grunde ist es eine absolute Verschwendung des guten Öls, denn das schwimmt oben auf dem Wasser und wird beim Abgießen der Nudeln mit in den Ausguss gespült.

Reste des Öls, die beim Abgießen an den Nudeln hängen bleiben, umgeben die Nudeln außerdem mit einem Film, der verhindert, dass diese sich mit der Soße verbinden.

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Damit Nudeln nicht verkleben mit viel Wasser ohne Öl kochen

Wenn die Nudeln extrem klebrig sind, wurde vermutlich mit viel zu wenig Wasser gekocht. Am besten rechnet man mit mindestens einem halben Liter pro 100 Gramm Nudeln, um sie zu kochen. Wichtig ist es außerdem, die Nudeln direkt zu Anfang und auch während des Kochens immer wieder ordentlich umzurühren, damit sie nicht zusammenpappen.

Nach dem Kochen auf keinen Fall abschrecken!

Abgesehen davon, dass die Nudeln dann kalt werden, wäscht man dadurch auch die Stärke ab, die dafür sorgt, dass die Nudelsoße besser haftet.

Für eine leckere Pasta, sollte man die Nudeln ohne Öl kochen und die richtige Form auswählen.
Für eine leckere Pasta, sollte man die Nudeln ohne Öl kochen und die richtige Form auswählen.  © 123RF/epine

Kein Öl ins Nudelwasser – aber gern an die fertige Pasta

Aglio e olio – ein Klassiker der italienischen Küche, der trotz seiner simplen Rezeptur ein absoluter Gaumenschmaus ist: Pasta al dente (bissfest) kochen, frischen Knoblauch, ein hochwertiges Olivenöl und gern noch etwas Chili hinzugeben, fertig. 

In diesem Fall ist Öl an den Nudeln mehr als erwünscht, da es quasi selbst die Soße ist.

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Neben der Zubereitungsart ist übrigens auch die Form ganz entscheidend für ein perfektes Nudelgericht nach italienischen Standards. Je mehr Stücke in der Soße enthalten sind, desto gröber sollte auch die Nudelart sein. 

Spaghetti oder Fettuccine passen beispielsweise perfekt zu Soßen ohne Stückchen wie Napoli. Zu einer Bolognese mit Hackfleisch passen Rigatoni sehr gut. 

Und wer richtige Fleischstückchen oder grob geschnittenes Gemüse zur Pasta gibt, sollte auch zu sehr groben Nudelformen wie Muschelnudeln greifen, damit sich die Soße in der Nudel wie in einem Schälchen sammeln kann.

Buon appetito!

Titelfoto: 123RF/Zhanna Tretiakova

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