Amokfahrt in Leipzig: Fake-Fotos zeigen Jeffrey K. in AfD- und Antifa-Shirt

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Von Markus Bergmann

Leipzig - Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt kursieren in sozialen Netzwerken Bilder, die einen politischen Hintergrund der Tat nahelegen. Warum es sich hier um Fakes handelt.

Bilder, die angeblich Amokfahrer Jeffrey K. (33) in einem Antifa-Shirt zeigen sollen, werden aktuell in den sozialen Netzwerken geteilt. Auch eine Version im AfD-Shirt soll kursieren. Bei beiden Fotos handelt es sich jedoch um Fakes.
Bilder, die angeblich Amokfahrer Jeffrey K. (33) in einem Antifa-Shirt zeigen sollen, werden aktuell in den sozialen Netzwerken geteilt. Auch eine Version im AfD-Shirt soll kursieren. Bei beiden Fotos handelt es sich jedoch um Fakes.  © Montage: privat + Screenshot/x.com

Während die Behörden einen politischen oder religiösen Hintergrund bislang ausschließen, ist für manche Nutzer in sozialen Netzwerken längst klar: Jeffrey K. (33), der Amokfahrer in Leipzig, muss eine entsprechende Motivation gehabt haben. Als Beweis dienen angebliche Bilder des 33-Jährigen in entsprechender Kleidung, die eine Gesinnung ins linke oder rechte politische Spektrum nahelegen sollen.

So wird der mutmaßliche Amokfahrer einmal in einem blauen AfD-Shirt gezeigt. Andere Kanäle verbreiten dasselbe Foto, allerdings diesmal mit einem Antifa-Aufdruck. Wie unter anderem die Deutsche Presse-Agentur nun berichtet, handelt es sich bei diesen Bildern um Fälschungen.

Die Fakten: Nach der Tat in Leipzig ermitteln die Behörden zu Motiv und Hintergründen. Nach bisherigen Angaben gibt es keine Hinweise auf eine politische oder religiöse Motivation.

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Der 33-jährige Tatverdächtige wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht, nachdem er laut Staatsanwaltschaft im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt haben soll.

Details der Bilder sprechen für eine Bildmanipulation

Der 33-Jährige bei seiner Festnahme. Zuvor war K. mit seinem Auto als Waffe durch die Leipziger Innenstadt gefahren. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, zahlreiche weitere wurden teils schwerst verletzt.
Der 33-Jährige bei seiner Festnahme. Zuvor war K. mit seinem Auto als Waffe durch die Leipziger Innenstadt gefahren. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, zahlreiche weitere wurden teils schwerst verletzt.  © privat

Ein Abgleich mit authentischen Aufnahmen zeigt deutliche Unterschiede bei Gesichtszügen und Tätowierungen. Das Faktencheck-Team der Deutschen Presse-Agentur wertete dazu ältere Fotos des Mannes sowie ein Video seiner Festnahme aus.

Die Suche nach einer validen Quelle für den Ursprung der angeblichen Fotos führt zudem ins Leere: In mehreren Beiträgen sind sowohl das Bild mit Antifa- als auch das mit AfD-Logo als Teil eines vermeintlichen Screenshots von der Plattform Instagram zu sehen. Eine Suche nach dem genannten Account und dem entsprechenden Post liefert jedoch keine Ergebnisse.

Die dargestellte Instagram-Oberfläche entspricht außerdem nicht dem aktuellen Design, sondern einer frei verfügbaren Vorlage aus einer Bildbearbeitungsplattform.

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Auch weitere Auffälligkeiten sprechen für eine digitale Manipulation. In höher aufgelösten Versionen sind Texte im Bild kaum lesbar oder wirken verzerrt. Solche Unschärfen gelten als typisches Merkmal von KI-generierten Inhalten.

Titelfoto: Montage: privat + Screenshot/x.com

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