Coronavirus in Leipzig: Messestadt mit niedrigster Inzidenz im Hotspot Sachsen

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Freitag, 3. Dezember, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 42.629 Bürger infiziert. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 647,7 (Stand: 5. Dezember, 3.24 Uhr).

Leipzigs Bürger kämpfen weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Leipzigs Bürger kämpfen weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Die kalte Jahreszeit bricht herein und damit steigen auch wieder die Corona-Fallzahlen.

Nach Monaten der Lockerungen, des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwungs, füllen sich nun wieder die Krankenhäuser mit Corona-Patienten und Maßnahmen müssen verschärft werden.

Sachsen hat mittlerweile die 2G-Regelung in vielen Bereichen beschlossen, Ministerpräsident Kretschmer (46, CDU) hat auch die Absage der Weihnachtsmärkte im Freistaat beschlossen.

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Leipzig Wieder Corona-Proteste in Sachsen: Verstöße bei unerlaubter Menschen-Ansammlung

Auch Leipzig, bisweilen Sachsens Aushängeschild in Sachen Inzidenzwert, verzeichnet mittlerweile traurige Höchstwerte.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 5. Dezember, 15.23 Uhr: Zahl positiv getesteter Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt wächst

Die Zahl positiv getesteter Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt wächst weiter. (Symbolbild)
Die Zahl positiv getesteter Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt wächst weiter. (Symbolbild)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Immer mehr Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt infizieren sich mit dem Coronavirus.

Der Anteil der positiv auf Covid-19 getesteten Schüler erhöhte sich zum Stichtag am Donnerstag auf 3,31 Prozent, wie aus einer am Sonntag online veröffentlichten Statistik des Bildungsministeriums hervorgeht.

Demnach meldeten 698 Schulen im Land zusammen 6403 aktuell infizierte Schüler. Die Zahl der als infiziert gemeldeten Lehrkräfte erhöhte sich von 487 (3,08 Prozent) auf nun 559 (3,76 Prozent).

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Aufgrund der Infektionslage befinden sich den Angaben zufolge 93 Schulen in einem eingeschränkten Präsenzbetrieb. Wegen aktueller Covid-19-Fälle haben dort Klassen oder Lerngruppen Distanzunterricht. Das entspricht 13,31 Prozent der Schulen, die ihre Zahlen bis Donnerstag an das Land gemeldet hatten.

Update, 5. Dezember, 14.40 Uhr: KV kritisiert Quotierung der Impfstoffmengen in Sachsen-Anhalt

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt sieht in der Kontingentierung der Impfstoffe eine Gefahr für die Impfkampagne gegen die Corona-Pandemie. Ärzte bekämen weniger Impfstoff als bestellt und müssten deshalb Impftermine verschieben und Patienten vertrösten, hieß es in einer Mitteilung.

Die erheblichen Kürzungen beim Vakzin von Biontech/Pfizer führten dazu, dass zum Teil nicht einmal die Zweitimpfungen oder die Boosterimpfungen bei den unter 30-Jährigen möglich seien. Auch in der kommenden Woche werden die Impfstoffmengen für die Arztpraxen demnach wieder quotiert.

Update, 5. Dezember, 14 Uhr: Unerlaubte Ansammlung in Borna, Protest auch in Oschatz

Nach Angaben der Leipziger Polizeidirektion fand am gestrigen Samstag auf dem Marktplatz in Borna eine zunächst angezeigte Versammlung statt, die dann aber von circa 30 Personen in Unruhe gebracht wurde: Sie trugen nämlich weder Masken, noch hielten sie Abstände ein.

Auch in Oschatz versammelten sich am Samstag etwa 50 Corona-Gegner.

Mehr Infos zu den Protesten lest Ihr im >>>Extra-Artikel.

In Borna gesellten sich am Samstag circa 30 Personen unrechtmäßig zu einer angemeldeten Versammlung auf dem Marktplatz. (Archivbild)
In Borna gesellten sich am Samstag circa 30 Personen unrechtmäßig zu einer angemeldeten Versammlung auf dem Marktplatz. (Archivbild)  © Maik Börner

Update, 5. Dezember, 10.25 Uhr: Corona-Inzidenz im Hotspot Sachsen stagniert

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen stagniert auf sehr hohem Niveau. Am Sonntag gab das RKI einen Wert von 1227,1 an - am Vortag lag er bei 1235,1. Sachsen hat damit bundesweit mit weitem Abstand die höchste Inzidenz vor den Nachbarländern Thüringen (1036,7) und Sachsen-Anhalt (841,3). Bundesweit lag die Inzidenz am Sonntag laut RKI bei 439,2.

Drei sächsische Regionen haben eine Inzidenz über 2000: Die Landkreise Mittelsachsen (2208,5), Meißen (2014,8) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2008,4), die auch bundesweite Spitzenreiter bei der Inzidenz sind. Am niedrigsten ist die Infektionsrate zurzeit in Leipzig (647,7).

Update, 5. Dezember, 8.50 Uhr: Ab Montag neue Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt

Ab Montag gelten in Sachsen-Anhalt neue Corona-Maßnahmen. Das neue Regelwerk sollen zunächst bis zum 23. Dezember aufrecht erhalten werden.

Die genauen Regelungen könnt Ihr in der >>>TAG24-Übersicht nachlesen.

Update, 4. Dezember, 15.20 Uhr: Sächsischer Nahverkehr wegen teils reduziert

Wegen des coronbedingt hohen Krankheitsstands beim Personal haben viele Verkehrsbetriebe in Sachsen ihren Fahrplan gekürzt.

Mehr dazu gibt's im ausführlichen >>>TAG24-Bericht.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben aktuell mit coronabedingtem Personalmangel zu kämpfen. (Archivbild)
Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben aktuell mit coronabedingtem Personalmangel zu kämpfen. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Dezember, 10.05 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt deutlich über 800

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt hat wieder einen großen Sprung gemacht. Am Samstag lag der Wert bei 832,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nach 757,2 am Vortag, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht.

Mittlerweile liegen schon vier Landkreise über der Inzidenz-Marke 1000: Der Landkreis Mansfeld-Südharz (1257,4), der Saalekreis (1219,5), der Landkreis Wittenberg (1199,0) und der Burgenlandkreis (1071,0). Den niedrigsten Wert meldete das RKI für den Landkreis Stendal (427,2).

Binnen eines Tages wurden den Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt 4542 neue Corona-Fälle gemeldet. Elf weitere Menschen starben an oder mit dem Virus, seit Beginn der Pandemie sind es landesweit 3842 gewesen.

Update, 4. Dezember, 10 Uhr: Corona-Inzidenz im Hotspot Sachsen steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist am Samstag auf 1235,1 gestiegen - nach einem Wert von 1224,7 am Vortag. Sachsen bleibt damit mit Abstand das Bundesland mit der höchsten Inzidenz - gefolgt von Thüringen (1026,5) und Sachsen-Anhalt (832,7). Bundesweit lag die Inzidenz laut RKI am Samstag bei 442,7.

Innerhalb des Freistaats sind besonders die Landkreise Mittelsachsen (2143,8) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2010,9) stark betroffen. Unter der Hotspot-Schwelle von 1000 liegen nur die Städte Leipzig (688,5), Dresden (973,0) sowie die Landkreise Görlitz (946,3) und Zwickau (912,7).

Update, 3. Dezember, 16.41 Uhr: Gewerkschaft fordert Sofortmaßnahmen an Kitas und Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat wegen der dramatischen Corona-Lage in Sachsen Sofortmaßnahmen an Kitas und Schulen gefordert.

"Die hohe Anzahl geschlossener Schulen und die Einschränkungen an Kitas sind eine Katastrophe mit Ansage", erklärte GEW-Chefin Uschi Kruse am Freitag in Leipzig.

Mehr Infos dazu im TAG24-Artikel: "'Katastrophe mit Ansage': Gewerkschaft fordert Sofortmaßnahmen an Kitas und Schulen".

Nach Angaben der GEW sind in Sachsen bereits jetzt ein Fünftel der Schulen ganz oder teilweise geschlossen.
Nach Angaben der GEW sind in Sachsen bereits jetzt ein Fünftel der Schulen ganz oder teilweise geschlossen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Dezember, 16.36 Uhr: Verdoppelt sich Sachsens Inzidenz bis Jahresende?

Die sächsische Landesregierung schließt eine Verdoppelung des aktuell schon extrem hohen Corona-Inzidenzwertes bis Jahresende nicht aus.

Der Fall würde eintreten, wenn sich die Dynamik der Virusausbreitung im selben Ausmaß fortsetzt.

Mehr Infos dazu im TAG24-Artikel: "Experten mit Horror-Prognose: Verdoppelt sich die Inzidenz bis Jahresende?"

Auf einem Schild wird vor einem Cafe in der Stadt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf die vorübergehende Schließung wegen der 2G-Regel hingewiesen.
Auf einem Schild wird vor einem Cafe in der Stadt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf die vorübergehende Schließung wegen der 2G-Regel hingewiesen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Dezember, 14 Uhr: Zugausfälle von abellio möglich

Am kommenden Wochenende ist aufgrund von Personalmangel bei abellio mit einigen Zugausfällen zu rechnen. "Der nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie anhaltend hohe Krankenstand führt auch am Wochenende vom 4. und 5. Dezember zu personellen Engpässen bei der Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH", teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Informationen zu allen Fahrzeiten findet Ihr auf der abellio-Website.

Abellio hat aufgrund der Pandemie mit Personalmangel zu kämpfen.
Abellio hat aufgrund der Pandemie mit Personalmangel zu kämpfen.  © Rene Traut/Rene Traut

Update, 3. Dezember, 10.05 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt - weiter bundesweiter Hotspot

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist auf 1224,7 gestiegen. Am Donnerstag lag der Wert bei 1180,1, am Mittwoch bei 1209,4. Der Freistaat bleibt somit den RKI-Daten zufolge mit Abstand der Corona-Hotspot Deutschlands - gefolgt von Thüringen (1013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2)

Fast alle Kreise und Städte in Sachsen lagen mit ihren Inzidenzen laut RKI am Freitag über der 1000er-Schwelle. Lediglich die Landkreise Nordsachsen (992,2), Zwickau (962,1) und der Vogtlandkreis (961,1) sowie die Stadt Leipzig (696,9) bewegten sich noch darunter. Die höchste bundesweite Inzidenz hat den Angaben zufolge der Landkreis Mittelsachsen (2062,5).

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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