Fahnder sichern DNA-Spuren nach Millionenfeuer bei MAN: So kamen die Täter aufs Gelände

Leipzig - Nach dem Terroranschlag auf die MAN-Niederlassung in Leipzig haben die Ermittler Spuren mit möglicher Täter-DNA gesichert. Auch ist inzwischen bekannt, wie die bislang Unbekannten auf das Gelände des Fahrzeugherstellers gelangten. Ein Bekennerschreiben tauchte hingegen noch immer nicht auf.

Dieses Loch schnitten die Attentäter in den Zaun. Inzwischen ist es provisorisch mit Kabelbindern und einer Metallplatte geflickt.  © 7aktuell/Eric Pannier

Sie kamen über die benachbarte Kleingartensparte und schnitten ein großes Loch in den Maschendrahtzaun.

Die Ermittler des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums (PTAZ) können inzwischen den Weg nachzeichnen, den die Attentäter zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens nahmen.

Da auf dem weitläufigen Firmenareal rund 20 Fahrzeuge nahezu zeitgleich zu brennen begannen, gehen die Beamten von einer Tätergruppierung aus - der Spurenlage zufolge etwa drei bis fünf Personen.

Leipzig Crime Jetzt brennt es auch in Sachsen! Angriff auf MAN-Niederlassung Leipzig

Wie aus Ermittlerkreisen zu erfahren war, konnte die Tatortgruppe des LKA an mehreren Stellen Spurenmaterial sichern. Spezialisten versuchen derzeit im Labor, mögliche Täter-DNA zu isolieren.

Anzeige
Es brannte lichterloh auf dem MAN-Gelände im Leipziger Osten.  © 7aktuell.de | Eric Pannier

Wer hat etwas Verdächtiges in dem Bereich gesehen?

Bislang tauchte noch kein Bekennerschreiben auf, einschlägige Internetseiten wie "indymedia" waren aber auch am Freitag noch down. Die Ermittler gehen jedoch von einem linksextremistischen Hintergrund aus.

Das PTAZ sucht weiter nach Zeugen, die in der Nacht zu Donnerstag verdächtige Personen- oder Fahrzeugbewegungen rund um das MAN-Gelände bemerkt haben.

Zudem werden Kleingärtner der benachbarten Sparte gebeten, ihre Wildkameras zu überprüfen. Hinweis-Telefon: 0800/8552055.

Mehr zum Thema Leipzig Crime: