LKA eingeschaltet: 19-Jährige stellt Autofahrer zur Rede und wird mit Waffe bedroht

Torgau - Ein eher harmloser, kleiner Verkehrsunfall nahm am Dienstag eine unerwartete Wendung, nachdem eine junge Frau den Unfallverursacher auf einem Parkplatz zur Rede gestellt hatte. Am Ende des Abends rückte ein Spezialkommando des sächsischen LKA an und durchsuchte eine Wohnung in Schildau.

Auf dem Parkplatz des Kauflands in Torgau stellte die 19-Jährige den Unfallverursacher zur Rede und wurde von ihm mit einer Waffe bedroht. (Symbolbild)
Auf dem Parkplatz des Kauflands in Torgau stellte die 19-Jährige den Unfallverursacher zur Rede und wurde von ihm mit einer Waffe bedroht. (Symbolbild)  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Begonnen hatte alles zunächst am frühen Abend auf einer Landstraße zwischen Langenreichenbach und Staupitz. Hier war eine 19-jährige Autofahrerin unterwegs, als ein entgegenkommender VW-Transporter leicht auf ihre Spur geriet.

Auf dem Parkplatz des Kauflands in Torgau entdeckte die Frau wenig später den Fahrer des VW und stellte den 20-jährigen Deutschen wegen seines riskanten Verhaltens zur Rede.

"Dieser bedroht daraufhin die Frau verbal und anschließend noch mit einem waffenähnlichen Gegenstand", sagte Polizeisprecher Moritz Peters.

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"Dann fuhr er fort und die Frau erstattete Anzeige auf dem Torgauer Polizeirevier wegen Bedrohung." Noch am Abend erließ die Justiz einen Durchsuchungsbefehl und ordnete die rasche Umsetzung der Maßnahme an.

Polizisten werden bei Durchsuchung fündig

Noch am Abend durchsuchte die Polizei die Wohnung des 20-Jährigen.
Noch am Abend durchsuchte die Polizei die Wohnung des 20-Jährigen.  © Jan Woitas/dpa

Da der Mann offensichtlich bewaffnet war, forderte die Einsatzleitung Spezialkräfte und die Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen an.

"Beim Betreten der Wohnung und der vorübergehenden Festnahme des Beschuldigten, wurden Einsatzkräfte von einem kooperativen Familienmitglied unterstützt, sodass die Verstärkung durch das LKA nicht zum Einsatz kam", so der Polizeisprecher.

Bei der Durchsuchung der Wohnung in Schildau fanden die Beamten dann zwei Schreckschusswaffen samt dazugehöriger Munition. Eine Erlaubnis dafür besaß der 20-Jährige jedoch nicht.

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"Nach Abschluss der Durchsuchungen wurde der 20-Jährige wieder aus den Maßnahmen entlassen", sagte der Polizeisprecher. "Die Ermittlungen wegen Bedrohung dauern an."

Titelfoto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

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