Mindestens ein Verletzter bei Schlägerei zwischen Leipziger Hooligans: Polizei startet Hinweisportal
Leipzig - Neue Erkenntnisse im Fall der Schlägerei vergangene Woche im Leipziger Westen: Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, sollen dabei bis zu 30 Fußballanhänger aneinandergeraten sein. Mindestens eine Person sei verletzt worden. Die Polizei ermittelt und hat inzwischen ein Hinweisportal gestartet.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll es sich bei den Beteiligten um Anhänger der BSG Chemie Leipzig sowie von LOK Leipzig handeln. Diese waren auf der Burgauenstraße, unweit des Alfred-Kunze-Sportparks, aufeinandergetroffen.
Zeugen hatten gegen 15 Uhr die Polizei alarmiert, die direkt mit einem Großaufgebot herbeieilte. Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, waren die Tatverdächtigen bereits verschwunden. Lediglich abgeschlagene Autospiegel sowie eine kaputte Sonnenbrille zeugten noch von der Auseinandersetzung.
Inzwischen sei klar, dass mindestens eine Person bei der Schlägerei verletzt wurde. Laut Polizei soll sie am Boden gelegen haben und getreten worden sein, wodurch sie Verletzungen am Kopf erlitten habe. Auch von ihr fehlt bislang jede Spur.
Ein Auto sei bei der Auseinandersetzung beschädigt worden. Die Anhänger der BSG sollen sich unter anderem mit Fahrrädern vom Ort des Geschehens entfernt haben, die LOK-Fans teilweise mit Fahrzeugen geflüchtet sein.
Hinweise, Bilder und Videos gesucht
Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen und bittet dabei um Hinweise, auch in Form von Bildern und Videomaterial.
Dazu wurde ein Hinweisportal auf der Website der Polizei Sachsen unter https://sn.hinweisportal.de/ freigeschaltet, auf dem sowohl Hinweise als auch Videos und Bilder anonym hochgeladen werden können.
Zeugen werden zudem gebeten, sich bei der Leipziger Kriminalpolizei unter Tel. 0341/96646666 zu melden oder sich an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Titelfoto: Silvio Bürger
