Räuberische Teenager terrorisieren Leipziger Innenstadt - doch dann greift die Polizei ein

Leipzig - Nach mehreren Überfällen im Leipziger Zentrum gelang der Polizei am Dienstag ein großer Ermittlungserfolg.

Die jugendlichen Täter schlugen vor allem auf der Grimmaischen Straße zu. (Archivbild)
Die jugendlichen Täter schlugen vor allem auf der Grimmaischen Straße zu. (Archivbild)  © Ralf Seegers

Am Dienstag wurde die Polizei innerhalb von nur 30 Minuten über mehrere Straftaten im Bereich der Grimmaischen Straße/Reichsstraße informiert, wie Behördensprecher Chris Graupner am heutigen Freitag berichtete.

"Im Bereich der Fußgängerzone wurden nacheinander mehrere Jugendliche aus einer Gruppe heraus angesprochen und zur Herausgabe von Bargeld und anderen Gegenständen aufgefordert", erklärte Graupner das Geschehen.

Die erste Tat gegen 16.05 Uhr richtete sich gegen zwei 15-Jährige, die in der Grimmaischen Straße unter Vorhalt eines "spitzen Gegenstandes" bedroht wurden, hierbei konnten die Täter allerdings nichts erbeuten.

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Nur wenige Minuten später schlug die vierköpfige Gruppe erneut zu, indem sie zwei 16-Jährige zur Herausgabe ihrer Tasche zwingen wollte. Da die Teenager in ein Kaufhaus flüchteten, gingen die Angreifer auch hier leer aus.

Es dauerte nur bis 16.35 Uhr, als die Gruppe auf einen 15-Jährigen in der Reichsstraße losging und Bargeld einforderte. Nachdem sie ihm ein Messer an den Kopf gehalten hatten und der Jugendliche ihnen daraufhin 10 Euro gab, flüchteten sie vom Tatort.

Tätergruppe bestand aus Teenagern

Die alarmierten Beamten suchten sofort die Umgebung rund um den Tatort ab und konnten drei Jungs aus der Tätergruppe tatsächlich schnell ausfindig machen. Die Teenager (13, 13 und 17, deutsch) trugen mehrere Messer bei sich, die allesamt beschlagnahmt wurden.

"Gegen die drei wird nun in mehreren Fällen der räuberischen Erpressung ermittelt", so Graupner. "Weiterhin wird gegen den einen 13-Jährigen ein Verstoß gegen das Waffengesetz geprüft, da er ein Einhandmesser bei sich führte."

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt.

Titelfoto: Ralf Seegers

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