Von Birgit Zimmermann
Leipzig/Dresden - Für Samstag mobilisiert die Initiative "Gen Z regelt" bundesweit zu Protesten nach französischem Vorbild - auch in Leipzig und Dresden. In beiden Städten sind nach Angaben der Versammlungsbehörden Demonstrationen angekündigt. Die Polizei bereitet Einsätze vor.
In Frankreich war es zuletzt im Zusammenhang mit Jugendprotesten gegen Probleme im Bildungswesen und hohe Lebenshaltungskosten in vielen Städten zu Ausschreitungen, Zerstörungen und Plünderungen gekommen.
Auch in anderen europäischen Ländern gab es Demonstrationen und Zusammenstöße mit der Polizei.
Die lokalen Organisationsgruppen rücken in Leipzig und Dresden weitgehend die gleichen Themen in den Vordergrund: Es sei "Zeit für Widerstand" gegen kaputte Schulen, Wehrpflicht, Preisexplosion und Sozialkürzung, heißt es in den Demoaufrufen, die über Social Media verbreitet werden.
In Leipzig läuft seit Montag eine Aktionswoche an Schulen und Hochschulen, um für den Protest zu mobilisieren.
In Dresden sind nach bisherigem Überblick der Stadt 250 Teilnehmer angemeldet, in Leipzig 100.
Polizei bereitet sich auf Einsätze vor
Allerdings haben auf der Webseite der Initiative bereits jeweils rund 4000 Leute angegeben, dass sie bei den Demos in beiden Städten dabei sein wollen.
Laut den eigenen Grundsätzen von "Gen Z" sei der Protest friedlich. "Gewalt gegen Menschen oder Sachen widerspricht allem, wofür wir stehen." Man werde sich aber nicht einschüchtern und bedrohen lassen.
Die Polizei bereitet sich auf Einsätze am Samstag vor, wie Sprecher bestätigten. Allerdings könnten jetzt noch keine Aussagen darüber getroffen werden, wie viele Beamte eingesetzt werden.
Noch sei die Lage dynamisch. Erst in den nächsten Tagen werde sich ein genaueres Bild zur Lage ergeben, hieß es.