Gelungene Premiere: Ostrock mit City-Geiger Georgi Gogow auf der MS Cospuden

Von Christian Grube

Markkleeberg - Eine wahrhaft außergewöhnliche Kulisse bot sich am Donnerstagabend am Cospudener See: Die kreativen Köpfe hinter Radio Ostrock aus Markkleeberg (Landkreis Leipzig) wagten sich auf die MS Cospuden am Pier 1 und tauchten unter dem Motto "Cossiboat" in eine maritime Welt voller Musik und Geselligkeit ein.

"Der Wilde Garten", bestehend aus Kai-Uwe Scheffler (l.), Karolina Blasek und Georgi Gogow, gab am Donnerstagabend ein Konzert auf der MS Cospuden.
"Der Wilde Garten", bestehend aus Kai-Uwe Scheffler (l.), Karolina Blasek und Georgi Gogow, gab am Donnerstagabend ein Konzert auf der MS Cospuden.  © Christian Grube

Diese Veranstaltung, die weit mehr als bloße Gespräche bot, wurde von den talentierten Musikern der Band "Der Wilde Garten" mit einer fesselnden musikalischen Untermalung versehen.

Doch wer verbirgt sich hinter diesem geheimnisvollen Künstlerkollektiv? Der City-Geiger Georgi Gogow (75) gründete das Ensemble Ende der 90er-Jahre.

Nachdem sich City im Jahr 2022 verabschiedet hatte und das Projekt für mehrere Jahre im Winterschlaf gelegen hatte, fand Gogow in seiner neuen Heimat im Harz neue Mitstreiter und hauchte dem "Wilden Garten" neues Leben ein. Die Show auf der MS Cospuden markierte nun die Premiere im Leipziger Raum.

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Neben Gogow an Violine und Gitarre besteht die Band aus den Wernigeröder Musikern Karolina Blasek (Gesang) und Kai-Uwe Scheffler (Gitarre).

Die Harzer sind Musiker aus Leidenschaft. Scheffler, Mitglied der erfolgreichen deutschen Status-Quo-Tribut Band "Quotime", führte bereits Showmaster Thomas Gottschalk bei "Verstehen Sie Spaß?" hinters Licht. Blasek hingegen ist die Frontfrau der weiblichen AC/DC-Coverband "Black Rosie" und teilte bereits die Bühne mit Weltstars wie John Miles ("Music").

Auf der MS Cospuden präsentierten sie sich als Trio - aus Platzgründen. Zum Künstlerkollektiv gehören eigentlich noch drei weitere Musiker aus dem Harz.

Der City-Geiger Georgi Gogow gründete das Ensemble Ende der 90er-Jahre.
Der City-Geiger Georgi Gogow gründete das Ensemble Ende der 90er-Jahre.  © Christian Grube

Emotional: berührende Akustik-Fassung von "Am Fenster"

Radio-Ostrock Moderator Thorsten Weickert führte charmant durch den Abend.
Radio-Ostrock Moderator Thorsten Weickert führte charmant durch den Abend.  © Christian Grube

Mit einem Repertoire aus Stücken von City und NO 55 sowie eigenen Kompositionen, die nahtlos ins Gesamtkonzept passten, konnten die drei Musiker das Publikum begeistern.

Radio-Ostrock Moderator Thorsten Weickert führte charmant durch den Abend. Anekdoten aus der City-Zeiten, unter anderem die wahre Entstehungsgeschichte von "Am Fenster" und Einblicke in die musikalische Zukunft von "Der Wilde Garten", lockerten die Show auf.

Die MS Cospuden erwies sich als perfekte, wenn auch ungewöhnliche Location. Mit Platz für nur 40 Gäste schuf sie eine intime Konzertatmosphäre, in der der oft gehörte Spruch "den Musikern auf die Finger schauen" wörtlich genommen wurde. Hier konnte das Publikum den Geschichten und Liedern so nahe wie möglich kommen.

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Für die Macher von Radio Ostrock steht fest: Die MS Cospuden wird weitere unvergessliche Veranstaltungen beherbergen.

Das begeisterte Publikum verließ das Boot nach zwei Stunden, erfüllt von Musik und guter Laune, und erlebte am Ende sogar eine Zugabe, die nicht geplant war: eine berührende akustische Fassung von "Am Fenster".

Ein Abend, der die Herzen beseelte und in Erinnerung bleiben wird.

Titelfoto: Christian Grube

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