Von Lutz Brose
Torgau - Bereits zum dritten Mal fand am gestrigen Donnerstag der Kunsthandwerker Markt in Graditz statt. Ein Event in dem beschaulichen Ortsteil von Torgau (Landkreis Nordsachsen), das schon ein bisschen Kultstatus genießt. Denn hier wurde, sehr zur Freude der Frauen und Kinder, der Männer- zum Familientag gemacht.
Als Romina Barth, einst Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt, und Jens Sembdner von der Band "Die Prinzen" die Veranstaltung vor zwei Jahren aus der Taufe hoben, haben die beiden in ihren kühnsten Träumen nicht an einen solchen Erfolg geglaubt.
Immer mehr Leute strömen auf das Anwesen des prominenten Paares, aber auch weitere Kunsthandwerker wollen mit ihren Werken dabei sein. Sonst dreht sich in Graditz (fast) alles um das Pferd. Dort wurde 1686 das kurfürstliche Gestüt gegründet, eines der ältesten sächsischen Pferdezuchtstätten.
Heute werden hier die Rassen Deutsches Reitpferd (Trakehner Abstammung) und englisches Vollblut gezüchtet. Folglich herrschte bei Fohlentaufe, Ponyreiten und Gestüts-Führungen großer Andrang. Aber nicht nur dort. Auch am Eisstand musste mehr Zeit eingeplant werden.
Eiskreation sorgt für lange Schlange
Das von Romina Barth und Jens Sembdner kreierte Eis namens "Lara Soft" scheint immer noch zum Dahinschmelzen.
Letzteres können die Fans von den Prinzen bekanntlich nicht mehr allzu lange, zumindest bei Live-Konzerten. Bekanntlich gehen die Leipziger Musiker schon im nächsten Jahr auf Abschiedstour und der Run auf die Tickets ist enorm. Das Konzert im November 2027 in Leipzig ist beinahe ausverkauft, über ein Zusatzkonzert wird nachgedacht.
In anderen Städten sollen wegen der starken Nachfrage gegebenenfalls größere Hallen angemietet werden. Doch bleibt "Prinz" Jens der Musik auch nach der Abschiedstournee treu? Sembdner antwortete darauf gewohnt trocken, "ja, ich werde sie jetzt hören".