Alpaka-Kuscheln im Altenheim: Dieser Therapeut braucht keinen Mundschutz

Leipzig - Nach wochenlanger Corona-Pause ist im DRK Alten- und Pflegeheim Leipzig der wohl beliebteste Therapeut zurückgekehrt. Karl I. braucht weder einen Mundschutz, noch muss er Abstand halten. Denn der Auftrag des Alpakas heißt: knutschen und kuscheln!

Mit Möhrchen im Mund wartet Lia Börner (91) auf eines Kuss des tierischen Therapeuten, Karl I. (5).
Mit Möhrchen im Mund wartet Lia Börner (91) auf eines Kuss des tierischen Therapeuten, Karl I. (5).  © Waltraud Grubitzsch/dpa

Strahlend vor Glück steckt sich Lia Börner (91) eine kleine Möhre in den Mund und blickt erwartungsvoll in die Kulleraugen ihres Gegenübers. Karl lässt sich nicht lange bitten. Vorsichtig nähert sich das Alpaka der Seniorin und schnappt sich das Leckerli.

Dann geht's zu Oma Annemarie (90) und zur 98-jährigen Gerda - streicheln, kuscheln und immer mal wieder eine Möhre schnappen. Die alten Leute strahlen vor Glück. Endlich ist ihr Lieblingstherapeut zurück!

Karl I. steht in Diensten von Günter Bollbuck (70). Der Besitzer des Alpakahofes Altengroitzsch hat sich zum Tiertherapeuten ausbilden lassen. 

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Mit seinem Karl und der Berner Sennenhündin Bella besucht er Alten- und Pflegeheime, Kindereinrichtungen, Kliniken und auch Hospize. 

"Alpakas sind durch ihr ruhiges, sanftes und dennoch neugieriges Wesen besonders gut für Tiertherapien geeignet", sagt Bollbuck.

Schau mir in die Augen, Kleiner! Auch Annemarie Kießhauer (90) hat Spaß mit dem knuddeligen Alpaka.
Schau mir in die Augen, Kleiner! Auch Annemarie Kießhauer (90) hat Spaß mit dem knuddeligen Alpaka.  © Waltraud Grubitzsch/dpa

Der direkte Kontakt mit den Tieren lasse Patienten ihre Schmerzen vergessen, bei Demenzkranken lebten Erinnerungen wieder auf.

Titelfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa

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