Stadtrat beschließt Bauplan für Eutritzscher Freiladebahnhof

Leipzig - Die nächsten Schritte für das neue Quartier rund um den Eutritzscher Freiladebahnhof im Norden von Leipzig sind getan: Am Mittwoch beschloss der Stadtrat den Bebauungsplan und den städtebaulichen Vertrag.

Seit mehreren Monaten sind auf dem Gelände oberhalb des Leipziger Bahnhofs kaum Bauaktivitäten mehr zu beobachten.
Seit mehreren Monaten sind auf dem Gelände oberhalb des Leipziger Bahnhofs kaum Bauaktivitäten mehr zu beobachten.  © Silvio Bürger

Bis zuletzt hatte die Ratssitzung über die finanzielle Sicherheit für einzelne Bauabschnitte debattiert, nun ist die Tinte unter dem städtebaulichen Vertrag und dem Bebauungsplan jedoch trocken.

"Mit den enormen Anstrengungen, mit denen die Stadt hier das Projekt und den Vorhabenträger unterstützt hat, geht jetzt eine Erwartungshaltung einher, dass hier bald deutliche Bauaktivitäten zu sehen sein werden. Das zumindest verspricht der Vorhabenträger. Die Stadt hat das ihre nun getan", stellte Baubürgermeister Thomas Dienberg klar (59, Grüne).

Mit wechselnder Beteiligung ist dieser Vorhabenträger nach einigem Hin und Her die Leipzig 416 GmbH.

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Die ersten Entwürfe für das Quartier, welches 2600 Wohnungen, Gewerbeflächen, Kitas und eine Schule sowie kulturelle und soziale Einrichtungen beinhalten soll, stammten aus der Feder des Octagon Architekturkollektivs aus Leipzig sowie dem Atelier Loidl in Berlin.

Eutritzscher Freiladebahnhof wird Schwammstadt

2016 hatte die CG Gruppe das Areal für knapp 20 Millionen Euro von der Deutschen Bahn gekauft, danach wurde es unter anderem an die Imfarr Group und schließlich an die Leipzig 416 GmbH verkauft.

Dabei sollen die Grundstückpreise immer weiter in die Höhe gestiegen sein - jegliche Bauaktivitäten vor Ort ruhten monatelang.

Jetzt soll es aber bald und zügig weitergehen. Das neue Quartier gilt als eines der größten Bauvorhaben Mitteldeutschlands und soll als ein leuchtendes Beispiel für klimafreundliches und modernes Bauen gelten.

So wird das neue Viertel unter anderem als "Schwammstadt" angelegt, das heißt, dass das Regenwasser nicht im Abfluss versickert, sondern vor Ort für eine klimagerechte Bewässerung und Verdunstung weitergenutzt wird.

Titelfoto: Silvio Bürger

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