Widerstand gegen geplante Raketen-Fabrik in Sachsen

Leipzig - Marschflugkörper made in Sachsen? Die Reaktionen fallen heftig aus, nachdem bekannt wurde, dass das US-Start-up "Covenant" planen soll, ab 2027 nahe Leipzig bis zu 1000 Mittelstreckenraketen pro Jahr bauen zu wollen.

Eric Recke (39) steht an der Spitze der BSW-Fraktion im Leipziger Stadtrat. Er kritisiert die Pläne für die Rüstungsfabrik scharf.  © EHL Media

Die mögliche Covenant-Ansiedlung war auch im Leipziger Stadtrat Thema. Bürger hatten Protest organisiert, die Linken eine dringliche Anfrage gestellt.

Eric Recke (39, BSW) stellte als Landtagsabgeordneter und OB-Kandidat vorab klar: "Die Produktion dieser Waffen missachtet das Verbot der Vorbereitung von Angriffskriegen des Grundgesetzes und es wird eines der bedeutendsten neuen Ziele für einen russischen Gegenschlag in Deutschland sein – möglicherweise atomar."

Der Leipziger Landtagsabgeordnete Alexander Wiesner (37, AfD) erklärte: "Wir sehen die Tendenz, die wirtschaftliche Schwäche Deutschlands durch Rüstung auszugleichen, mit großer Sorge. Hinzu kommt: Diese vermeintliche Sonderkonjunktur beruht einzig und allein auf Schulden."

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Die US-Rüstungsfirma Covenant plant offensichtlich im Norden von Leipzig ab 2027 Marschflugkörper zu produzieren.  © privat

Die Industrie- und Handelskammer Leipzig steht einer möglichen Ansiedlung von Covenant Industries dagegen "grundsätzlich offen gegenüber". Sie betont, "das Vorhaben kann Investitionen, qualifizierte Arbeitsplätze, technologische Impulse und zusätzliche Wertschöpfung für die Region schaffen und regionale Lieferketten stärken".

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