Ausgerechnet am Valentinstag: Leipziger CineStar-Mitarbeiter streiken

Leipzig - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Leipziger CineStar-Mitarbeiter am Samstag zum Warnstreik auf - und das ausgerechnet an einem Tag, an dem sich viele wohl auf ein romantisches Date gefreut haben dürften. Am Mittag ist eine Kundgebung auf dem Burgplatz geplant.

Die Arbeitsniederlegung findet am Berlinale-Wochenende statt und wird unter anderem auch mit den Beschäftigten des CineStar CUBIX am Alexanderplatz Berlin durchgeführt. (Symbolfoto)  © Oliver Dietze/dpa

Dass die Arbeitsniederlegung ausgerechnet auch noch am Berlinale-Wochenende stattfindet, ist dabei keineswegs ein Zufall: Man wolle sichtbar machen, "dass glamouröse Filmfestspiele und prekäre Arbeitsbedingungen in den Kinos nicht zusammenpassen", hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft am Freitag.

Wie viele CineStar-Mitarbeiter dem Verdi-Aufruf folgen werden, war am Samstagmorgen jedoch noch nicht absehbar: "Leider können wir das derzeit noch nicht sagen", so Gewerkschaftssprecher Lucas Munzke auf TAG24-Nachfrage. "Wir werden erst gegen 11/11.30 Uhr zur Kundgebung sehen, wie viele Streikende sich an der Arbeitsniederlegung beteiligen werden."

Noch am Freitagabend hatte das CineStar angekündigt, dass der Kinobetrieb am Wochenende und insbesondere am Valentinstag "uneingeschränkt" stattfinden werde.

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Beschäftigte fordern mehr Lohn

Die Beschäftigten fordern unter anderem eine Anhebung der Gehälter sowie eine Erhöhung der Jahressonderleistung auf 880 Euro. (Symbolbild)  © Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa

Hintergrund der Auseinandersetzung ist der aktuelle Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder.

"CineStar hat in der aktuellen Tarifrunde bislang kein Angebot vorgelegt, obwohl der bestehende Tarifvertrag in der Eingangsstufe nicht einmal mehr den gesetzlichen Mindestlohn abbildet", so Verdi-Sprecher Munzke.

Gefordert wird somit unter anderem eine Anhebung der Gehälter sowie eine Erhöhung der Jahressonderleistung auf 880 Euro.

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In einem offenen Statement wenden sich die Verdi-Mitglieder des Leipziger CineStars direkt an das Publikum und versuchen, die Wogen etwas zu glätten: "Wir wissen, dass der Streik für Sie mit Unannehmlichkeiten verbunden ist. Doch wir streiken nicht leichtfertig. Wir sorgen mit großem Engagement für Ihr Kinoerlebnis - und dafür brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung."

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