Nach dem Tauwetter: Was passiert jetzt mit dem ganzen Rollsplitt in Leipzig?
Leipzig - In den vergangenen Wochen sorgten Frost und Schnee immer wieder für vereiste Straßen und Gehwege in der Messestadt. Da auftauende Stoffe wie Streusalz grundsätzlich verboten sind, weil sie umweltschädlich sind, kam vermehrt Streusplitt bzw. Rollsplitt zum Einsatz. Der bleibt jetzt, wo der Schnee weg ist, aber mehrfach einfach liegen.
TAG24 hat bei der Stadtreinigung Leipzig nachgefragt, was mit dem überflüssigen Streumaterial passiert.
Eine Sprecherin verwies auf die Winterdienstsatzung der Stadt Leipzig. Demnach muss jeder, der sogenannte "abgestumpfte Streumittel" verteilt, diese auch wieder wegräumen, wenn sie nicht mehr benötigt werden.
"Dies gilt gleichermaßen für die Stadtreinigung Leipzig als auch für die Bürgerinnen und Bürger Leipzigs", so die Sprecherin.
Wenn das Streumittel nicht mehr benötigt wird, räumt die Stadtreinigung es in ihrem Zuständigkeitsbereich wieder weg.
Hat die Stadt Leipzig noch genügend Streusplitt zur Verfügung?
Bereits am Wochenende könnte es aber sein, dass die Mitarbeitenden des Winterdienstes wieder ausrücken müssen und auch private Hausbesitzer wieder streuen müssen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit niedrigeren Temperaturen, vereinzelten Niederschlägen und eventuell auch Schnee. Besonders nachts wird es sich stark abkühlen und es kommt wieder zu Frost. Auf den Straßen und Gehwegen könnte es wieder glatt werden.
Bei der Stadtreinigung Leipzig ist man darauf vorbereitet. Selbst wenn es in diesem Winter noch mehrmals frostig werden sollte, gibt es noch genug Streumittel. "Durch unsere Streugutlagerhalle konnte sich die Stadtreinigung Leipzig bereits vor dem Winter sehr gut mit Streumitteln ausstatten", so die Sprecherin.
Wie viele dieser Mittel diesen Winter schon zum Einsatz kamen, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht genau sagen.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

