Fördermittel gestrichen! Leipziger Stasi-Museum wagt Neustart

Von Elisa Luzia Bigdon

Leipzig - Nach Kritik und gestrichenen Fördermitteln steht das Leipziger Stasi-Museum in der "Runden Ecke" vor einem Neuanfang.

Das Leipziger Stasi-Museum in der "Runden Ecke" stellt sich neu auf. (Archivfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

Der Trägerverein Bürgerkomitee Leipzig e. V. hat einen neuen Vorstand gewählt, wie der Verein am Samstag mitteilte. Ihm gehöre der langjährige Geschäftsführer und Gedenkstättenleiter Tobias Hollitzer nicht mehr an. 

An der Person des Museumschefs hatte sich in der Vergangenheit ein Teil der Kritik entzündet. Die Ausstellung im ehemaligen Sitz der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit wurde als veraltet eingestuft und eine modernere Präsentation gefordert. Geldgeber wie die Stadt Leipzig strichen Fördermittel.

Hollitzer werde sich künftig als Leiter der Gedenkstätte "auf die inhaltlich-wissenschaftliche Arbeit" konzentrieren, teilte der Trägerverein mit. Der neue Vorstand werde interimsweise die Geschäfte führen.

Leipzig Lokal Rekord beim Frühjahrsputz: Tausende Leipziger packen für eine saubere Stadt mit an

"Darüber hinaus wird der neue Vorstand zeitnah Kontakt zu den Fördermittelgebern in Bund, Land und Kommune aufnehmen, um den Betrieb der 'Runden Ecke' im laufenden Jahr und darüber hinaus gewährleisten zu können", teilte das Bürgerkomitee mit. 

Anzeige
Tobias Hollitzer gehört nicht mehr dem Vorstand des Trägervereins Bürgerkomitee Leipzig e.V. an.  © Ralf Seegers

Das Museum beherbergt seit 1990 die Ausstellung "Stasi - Macht und Banalität". Zur Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" gehört auch ein Stasi-Bunker in Machern bei Leipzig, in den sich die örtliche Stasi-Führung in einem Ernstfall hätte zurückziehen sollen.

Mehr zum Thema Leipzig Lokal: