Leipzig - Mit dem Verkauf des Leipziger Straßenmagazins "KiPPE" können sich Menschen in sozialer Not ein wenig Geld hinzuverdienen. Doch genau diese Verkäufer erhielten im Frühjahr in mehreren Lokalen Hausverbot aufgrund von immer wieder auftretenden aggressiven Verhaltens. KiPPE kündigte an, zu handeln. Doch was hat sich seit den Vorwürfen im Frühjahr getan? TAG24 hat nachgefragt.
"Die Lage hat sich deutlich beruhigt", bestätigte Projektleiterin und Redakteurin Sandy Feldbacher.
Nachdem unter anderem das Café Luise ein Hausverbot verhängt hatte, weil KiPPE-Verkäufer die Mitarbeiter angeschrien, bedroht und sogar angegriffen haben sollen, zog das Magazin seine Konsequenzen.
"Das Hauptproblem im Frühling ging von zwei ehemaligen Verkäufern aus, die sich mittlerweile nicht mehr in Leipzig aufhalten", so Feldbacher.
Gehandelt wurde darüber hinaus auch bei vier weiteren Personen, die aufgrund von anderen Vorfällen vom Verkauf ausgeschlossen wurden.
KiPPE setze nun auf eine intensivere Vor-Ort-Betreuung sowie regelmäßige Gespräche mit Gastronomen und Verkäufern. Ebenfalls neu: Die Hefte sind mit den Nummern der jeweiligen Verkäufer versehen.
Trotz Konsequenzen: Nicht mit allen Betreibern konnte eine Lösung gefunden werden
Während mit einigen Betreibern eine Lösung gefunden werden konnte, besteht das Hausverbot im Luise, dem Volkshaus und dem Feinkost Röseling weiterhin. "Am Killywilly wurde der Aushang entfernt, aber wir wissen nicht, ob damit das Hausverbot offiziell zurückgenommen wurde."
Neben Kommentaren auf Instagram gingen noch etwa fünf weitere Beschwerden bei KiPPE ein, "aber auch mehr als fünf positive Rückmeldungen über unsere Verkäuferschaft", ist es Sandy Feldbacher wichtig zu sagen.
Aktuell gebe es keine Beschwerden von gastronomischen Einrichtungen.