Von Lutz Brose
Leipzig - Diese Entenfamilie hat sich ihren Platz im Mittelpunkt des Leipziger Pleißemühlgrabens gesichert. Der Grund: Küken und Entenmama könnten unterschiedlicher nicht sein.
Diese Stockenten-Mama und ihre vier Küken sind so sicher in keinem Tierlexikon zu finden, denn von goldgelb bis pechschwarz ist alles dabei.
Wie das zustande kommt? – Stockenten gelten nicht gerade als Kostverächter und haben zunehmend artenübergreifenden Spaß. Das Ergebnis ist bekannt.
Wenn Wildenten (Stock-, Kolben-, Mandarinente etc.) es miteinander treiben, werden die Nachkommen als Hybride bezeichnet, die von Stock- und Hausenten sogar als Bastarde! Das sind die süßen Küken vom Elstermühlgraben ganz und gar nicht.
Schon seit Jahren sorgten Entenfamilien im Pleißemühlgraben zwischen Gottschedstraße und Otto-Schill-Straße für Aufsehen. Jedoch eher, weil Küken, meist geschwächt, das sprichwörtliche rettende Ufer nicht erreichten.
Feuerwehr und die Wildvogelhilfe Leipzig waren deswegen in der Brutzeit ständig gefordert, bis schließlich die Tierretter mittels Aufstiegshilfen und Rettungsinseln die Situation entschärften. Wo dieses Problem behoben ist, kann nun also endlich die zuckersüße bunte Entenfamilie allen Zaungästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Doch die Hybride bürgen auch eine Tücke. Es wird befürchtet, dass durch die beschriebenen Techtelmechtel der Rückgang der Stockente weiter verschärft wird.