Helden auf Knien: Hier kratzen Leipziger unsere verklebten Gleise frei

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Leipzig - Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stehen seit dem extremen Hitze-Wochenende vor der Mammutaufgabe, die ausgetretene Fugengussmasse von den Gleisen zu kratzen. Um schneller voranzukommen, haben sie am Dienstag Unterstützung aus der Bevölkerung erhalten. Mittlerweile fahren zwei Linien wieder stellenweise.

Zwei junge Frauen schaben die klebrige Masse am Dienstagnachmittag von den Gleisen am Goerdelerring.
Zwei junge Frauen schaben die klebrige Masse am Dienstagnachmittag von den Gleisen am Goerdelerring.  © EHL Media / Björn Stach

"Jetzt brauchen wir euch", schrieben die LVB unter anderem auf ihrer Facebook-Seite: "Lasst uns gemeinsam zeigen, was Zusammenhalt in Leipzig bedeutet." In den vergangenen Tagen seien zahlreiche Hilfsangebote eingegangen, die jetzt angenommen werden.

Und tatsächlich: An mehreren Schwerpunktstellen, darunter im Kreuzungsbereich Goerdelerring/Pfaffendorfer Straße, versammelten sich rund 90 größtenteils Freiwillige, aber auch LVB-Azubis, um die klebrige Masse von den Schienen zu kratzen.

Mit Spachteln und anderen Hilfsmitteln bewaffnet sowie Klamotten, die auch schmutzig werden durften, gingen sie ans Werk.

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Zur Absicherung einer reibungslosen und sicheren Arbeit sperrte die Polizei die betroffenen Bereiche ab.

Insgesamt etwa 90 Personen, darunter überwiegend Freiwillige, hatten sich an der Aktion beteiligt.
Insgesamt etwa 90 Personen, darunter überwiegend Freiwillige, hatten sich an der Aktion beteiligt.  © EHL Media/Björn Stach
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Die Polizei sperrte, wie hier die Pfaffendorfer Straße, zur Absicherung ab.
Die Polizei sperrte, wie hier die Pfaffendorfer Straße, zur Absicherung ab.  © LeipzigFireFighter

Linien 1 und 11 wieder teilweise am Netz

Die Hitzeschäden waren und sind teilweise noch gravierend.
Die Hitzeschäden waren und sind teilweise noch gravierend.  © EHL Media / Björn Stach

Nachdem bereits die Straßenbahn-Linie 1 seit Montagabend wieder mit einer teilweise geänderten Route zwischen Lausen und Wilhelm-Leuschner-Platz verkehrte, konnte auch die Linie 11 wieder ans Netz gehen. Diese verkehrt zwischen Dölitz Straßenbahnhof und ebenfalls Leuschner-Platz bis 22.28 Uhr im 20-Minuten-Takt, danach alle 30 Minuten.

Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen sei aus mehrerlei Hinsicht nicht möglich: Weil Tramfahrer nicht automatisch Busse fahren dürfen, weil die Buslinien bereits ausgelastet und alle verfügbaren Busse im Einsatz seien sowie ein Befahren der betroffenen Streckenabschnitte durch Busse nicht möglich sei.

"Unser vorrangiges Ziel ist es, den regulären Busbetrieb als verlässliche Grundversorgung stabil zu halten, während wir mit Hochdruck an der Wiederherstellung des Straßenbahnbetriebes arbeiten", so die LVB im Blog auf ihrer Homepage.

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Erstmeldung am 30. Juni, 10.03 Uhr. Aktualisiert um 18.11 Uhr.

Titelfoto: EHL Media / Björn Stach

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