Ist das Leipzigs schönstes Café? Innenleben der Blüthner-Villa am Stadthafen erstrahlt in neuem Glanz
Von Lutz Brose
Leipzig - Der Bau des Leipziger Stadthafens befindet sich auf der Zielgeraden, im Sommer soll das ehrgeizige Projekt an der Schreberstraße fertiggestellt sein. Der Stadtstrand am alten Standort mit der fast schon legendären Ahoi-Stadtbühne wurde inzwischen zurückgebaut. Doch bis Eröffnung des neuen Stadthafens muss niemand mit leerem Magen oder trockener Kehle in "See" stechen. Im Gegenteil.
Die Gastronomie ist dort ein paar Ligen aufgestiegen. In der ehemaligen Blüthner-Villa ist das "Weincafé am Stadthafen" eingezogen. "Ein kleines Café mit großer Geschichte", berichtet Sophie Gräser vom Stadthafen mit viel Stolz in der Stimme.
Und das ist nicht übertrieben, denn die besagte Villa war einst das Zuhause der Familie Blüthner. Ein Ort voller Geschichte, an dem Musik, Kunst und Geselligkeit eine lange Tradition haben.
Der Name Blüthner steht seit Generationen für Handwerkskunst, Tradition und kulturelle Bedeutung. Die berühmte Blüthner Pianoforte Fabrik, gegründet 1853 in Leipzig, zählt zu den renommiertesten Klavierbauern der Welt.
Und wie sieht es nun im Weincafé aus? Panini, Süßes und Tapas bestimmen die Speisekarte. Für Weinliebhaber werden feine Tropfen von kleinen Weingütern aus der Region, aus den besten Weingebieten Europas sowie edle Jahrgänge aus Übersee angeboten.
Kaffee und Kuchen für Feinschmecker gibt es natürlich auch.
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Weincafé am Stadthafen öffnet seine Türen
Die Villa ist zugleich Kunstraum. Lokalen Künstlern wird die Möglichkeit geboten, Fotografien, Illustrationen oder Malerei ausstellen. "Dabei sollte sich jedoch um ruhige, ästhetische Arbeiten handeln", fügt Sophie Gräser noch an. Auch nach der Eröffnung des neuen Stadthafens soll das Weincafé bestehen bleiben.
Geöffnet ist Leipzigs neueste Lokalität montags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr, ab Mai freitags und samstags von 12 bis 21.30 Uhr. Die Räume können zudem auch für private Feiern sowie Kultur- oder Firmenevents gebucht werden.
Titelfoto: Lutz Brose
