Ostsee-Feeling im Neuseenland: Am Markkleeberger See gibt's plötzlich Wellenbrecher
Von Lutz Brose
Markkleeberg - Wer eine Weile den südöstlichen Teil des Markkleeberger Sees nahe Leipzig gemieden hat, reibt sich jetzt möglicherweise ein bisschen die Augen. Plötzlich ragen Wellenbrecher ins Wasser, die die meisten in dieser Form wohl nur von der Ostseeküste kennen.
Zwar schlagen die Wellen im Neuseenland nicht so hoch wie dort, aber ausreichend, um Strände abzutragen. So geschehen am Auenhainer Strand, der mit rund 400 Metern Länge der größte am Markkleeberger See ist.
So musste seit Herstellung des Strandes im Jahre 2009 mehrfach Sand aufgefüllt werden. Seit Februar wird hier wieder kräftig gebuddelt.
Unter anderem werden 980 Baumstämme in den Grund getrieben, um 14 einreihige Buhnen zu errichten, eine 6500 Quadratmeter große Feinsandfläche mit 500 Tonnen Feinsand saniert, das Volleyballfeld gesichert und der Weg zum Schwimmsteg neu angelegt.
Außerdem wurden 1250 Tonnen Kies verarbeitet, um den Uferbereich und den Hundestrand auffüllen zu können.
Die Maßnahmen erfolgten im Auftrag des Seebetreibers Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH (EGW).
300.000 Euro kostet der Auftrag am Auenhainer Strand
Damit soll der Auenhainer Strand nachhaltig im Bestand gesichert und so gestaltet werden, dass er langfristig ohne Einschränkungen und umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen für den Badebetrieb genutzt werden kann. Aber auch, um den langfristigen Unterhaltungsaufwand zu reduzieren.
Zudem soll der Strand fünf bis sechs Meter breiter und damit die ursprüngliche Uferlinie wiederhergestellt werden.
Der Auftragswert für Aufkiesung, Wegebau zur Steganlage, Buhnenbau, Material, Leitungsverlegung sowie Wiederherstellung der Uferlinie mit Kies und Feinsand beträgt 300.000 Euro und wurde an eine lokale Firma vergeben.
Mit dem Buhnenbau wurden im Neuseenland bereits gute Erfahrungen gemacht. Die Arbeiten selbst liegen in den letzten Zügen und sollen am Freitag beendet werden.
Eine gute Gelegenheit also für einen Abstecher am Wochenende an den Strand oder in den Kanupark zum XXL-Paddelfestival. Auch das Wetter soll mitspielen.
Titelfoto: Lutz Brose

