Leipzig - Nach dem vereitelten Drohnenanschlag auf ein Flugzeug am Flughafen Leipzig/Halle sollen nach Recherchen von NDR, WDR und SZ nun zwei Täter identifiziert worden sein. Demnach wird gegen zwei Verdächtige ermittelt.
Dabei handelt es sich um einen Mann aus Belarus, der zudem einen russischen Pass besitzen soll. Er soll bereits im Baltikum mit Straftaten aufgefallen sein.
Der zweite Verdächtige soll als Logistiker und Instrukteur des Anschlags agiert haben. Zwei Tage vor dem gescheiterten Drohnenanschlag sei er per Flugzeug ausgereist, so das Recherche-Team.
Zudem muss Russland nach dem Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit einem umfassenden neuen Sanktionspaket der Europäischen Union rechnen - und verschärft den Ton gegenüber Berlin.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49) sagte bei Beratungen der Außenminister in Irland, es liefen bereits Vorbereitungen, um 1600 weitere Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum militärisch-industriellen Komplex Russlands mit Strafmaßnahmen zu belegen. Möglicherweise würden weitere hinzukommen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67, CDU) erklärte am Rande eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59), wäre der Angriff von Leipzig erfolgreich gewesen, hätte er enorme Schäden verursacht und möglicherweise sogar Menschenleben gekostet. Dies werde man nicht tolerieren.