Nochmal 28.000 Euro: Sachsen gibt weiteres Geld für Bewerbung um Zukunftszentrum

Leipzig/Plauen/Dresden - Der Freistaat fördert die gemeinsame Bewerbung der Städte Leipzig und Plauen um das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation mit weiteren 28.000 Euro.

Steffen Zenner (l., 53, CDU) und Burkhard Jung (64, SPD), die Bürgermeister der Städte Plauen und Leipzig, die sich gemeinsam um das Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation bewerben.
Steffen Zenner (l., 53, CDU) und Burkhard Jung (64, SPD), die Bürgermeister der Städte Plauen und Leipzig, die sich gemeinsam um das Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation bewerben.  © Jan Woitas/dpa

Das Kabinett stimmte dem laut Mitteilung der Staatskanzlei in Dresden am Dienstag zu. "Wir sind überzeugt von der Bewerbung", sagte deren Chef Oliver Schenk.

Die Bewerbung soll bis zur endgültigen Standortentscheidung durch die Jury Anfang 2023 weiter finanziell unterstützt werden. Dabei gehe es auch darum, weiter auf das Projekt aufmerksam zu machen. Aus dem Landeshaushalt flossen bisher insgesamt 100.000 Euro.

Leipzig und Plauen als Ausgangsorte der Friedlichen Revolution 1989 bewerben sich als Tandem aus einer dynamisch wachsenden Metropole und einer mittelgroßen Stadt mit starken Bezügen in den ländlichen Raum.

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Ausgehend von den regionalen, nationalen und internationalen Verbindungen beider Städte soll das Zukunftszentrum zu einem großen Netzwerk mit Partnern in Deutschland und ganz Europa entwickelt werden.

Dessen Einrichtung hatte eine Expertenkommission zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit empfohlen.

Diese Städte bewerben sich noch für das Zentrum

Neben Leipzig und Plauen gehört unter anderem Jena zu den Bewerbern.
Neben Leipzig und Plauen gehört unter anderem Jena zu den Bewerbern.  © Martin Schutt/dpa

Das Zentrum soll 2028 seine Arbeit aufnehmen. Der Bund wird einen dreistelligen Millionenbetrag investieren und die Einrichtung dann mit jährlich etwa 40 Millionen Euro finanzieren.

Neben den beiden sächsischen Städten bewerben sich auch Frankfurt/Oder (Brandenburg), Halle (Sachsen-Anhalt) sowie Eisenach, Jena, Mühlhausen und Sonneberg (alle Thüringen) als Standort.

Die neue Institution soll die ostdeutschen Erfahrungen mit der Vereinigung würdigen und Lehren daraus nutzbar machen sowie gesellschaftliche Umbrüche aus künstlerischer und wissenschaftlicher Sicht beleuchten.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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