OB-Wahl in Leipzig: CDU-Kreisvorstand schickt Michael Weickert ins Rennen
Leipzig - Michael Weickert (36) könnte für die CDU bei der Leipziger Oberbürgermeisterwahl 2027 antreten. Der Kreisvorstand hat beschlossen, ihn als Kandidaten vorzuschlagen.
Wie die CDU Leipzig am Dienstagabend mitteilte, wurden innerhalb der Partei ausführliche Diskussionen geführt. Mehrere Personalien wurden intensiv betrachtet und ausgelotet.
Dabei habe sich herauskristallisiert, dass Weickert innerhalb des Kreisvorstandes eine breite Unterstützung besitzt.
Das könnte hilfreich sein, denn um offiziell Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters zu werden, muss er bei der Mitgliederversammlung der CDU Leipzig am 23. Juni die meisten Stimmen sammeln.
Der 36-Jährige ist innerhalb der Partei kein Unbekannter und bringt langjährige politische Erfahrungen mit. Seit 2014 ist er Mitglied im Leipziger Stadtrat und seit einigen Jahren dort auch Fraktionsvorsitzender.
"Gerade in Zeiten einer schwierigen Haushaltslage braucht Leipzig jemanden, der bereit ist, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen, Prioritäten neu zu setzen und Verantwortung zu übernehmen", betonte der Kreisvorsitzende Andreas Nowak.
Michael Weickert will die Parteimitglieder von sich überzeugen
Weickert selbst zeigte sich dankbar, dass der Kreisvorstand ihn vorschlagen wird und nahm die Nominierung an. In den kommenden Wochen will er in Gesprächen mit den Ortsverbänden und Vereinigungen der CDU Leipzig seine Ideen und Vorstellungen für die Zukunft der Stadt erklären.
"Leipzig steht vor großen Herausforderungen – von der Haushaltslage über Infrastruktur und Wohnen bis hin zu Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung", so der 36-Jährige.
Wie die CDU auf ihrer Webseite mitteilte, wurde Weickert 1989 in Borna geboren. Nach seinem Abitur absolvierte er seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr und studierte dann Lehramt an der Universität Leipzig. Er ist Vater einer Tochter.
Titelfoto: Jan Kaefer
