Jagd auf Baumschädling: Neuer Fund eines Laubholzbockkäfers in Magdeburg

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Von Andreas Hummel

Magdeburg - Nach dem neuerlichen Fund eines Asiatischen Laubholzbockkäfers bei Magdeburg läuft eine aufwendige Suche. Um den Wirtsbaum zu identifizieren, sei nicht nur das Monitoring im Umfeld der Falle ausgeweitet worden.

Der Laubholzbockkäfer ist ein Baumschädling, der aus Asien eingeschleppt wurde. (Archivbild)
Der Laubholzbockkäfer ist ein Baumschädling, der aus Asien eingeschleppt wurde. (Archivbild)  © Daniel Karmann/dpa

Auch werde das Gebiet von Experten abgesucht. Dabei werden sie von Seilkletterern und Spürhunden unterstützt, informierte die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau. 

Der weibliche Käfer ging den Angaben zufolge am östlichen Rand des Waldes Biederitzer Busch in eine Falle. Bisher habe der Baum, von dem der gefangene Käfer stammt, nicht gefunden werden können, hieß es. Auch seien keine weiteren Käfer, Eier oder Larven gefunden worden.

Der Laubholzbockkäfer ist ein Baumschädling, der aus Asien eingeschleppt wurde. Er kann Experten zufolge bei starkem Befall gesunde Bäume zum Absterben bringen. Gefährdet seien fast alle heimischen Laubbäume, vor allem Ahorn, Birke, Pappel, Weide und Rosskastanie.

Uber Eats Awards: Lokal aus Magdeburg kämpft um deutschen Gastro-Titel
Magdeburg Uber Eats Awards: Lokal aus Magdeburg kämpft um deutschen Gastro-Titel

Um die Ausbreitung zu verhindern, sind strikte Bekämpfungsmaßnahmen vorgeschrieben. Dazu gehört eine Quarantänezone sowie das Fällen und Vernichten potenzieller Wirtsbäume im Umfeld eines bestätigten Falls. 

In Sachsen-Anhalt ist der Käfer 2014 erstmals aufgetaucht: im Magdeburger Stadtteil Rothensee. Seit 2019 seien die Funde deutlich rückläufig, hieß es. Die Behörde wertet das als Zeichen, dass die bisherigen Schritte erfolgreich sind.

Ziel sei es, verbliebene Befallsherde ausfindig zu machen und den Schädling auszurotten. Es sei anzunehmen, dass der größere Teil der Quarantänezone inzwischen frei von dem Käfer sei und sich das Vorkommen vor allem auf Areale östlich der Elbe beschränke, so die Landesanstalt.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

Mehr zum Thema Magdeburg: