Magdeburger Puppentheater mit renommiertem Theaterpreis ausgezeichnet
Magdeburg - Zum zweiten Mal in Folge geht der Perspektivpreis der Länder vom Deutschen Theaterpreis "Der Faust" nach Magdeburg: In diesem Jahr wurde das Puppentheater ausgezeichnet.
Das Puppentheater erhielt den "Faust" für die Entwicklung des Europäischen Zentrums für Puppenspielkunst "quartier p", was bis 2027 im ehemaligen Buckauer Bahnhof entstehen soll. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der künstlerischen Ausbildung von Nachwuchstalenten. Ziel ist es, die Puppenspielkunst nachhaltig zu stärken.
"quartier p." sei "ein Ort, an dem Produktion, Ausbildung und Weiterentwicklung dieser traditionsreichen Kunstform zusammenkommen", heißt es in der offiziellen Jurybegründung.
Die Freude ist groß bei den Magdeburger Puppenspielern. "Für uns bedeutet diese Auszeichnung: Wir haben Zukunft. Und damit meine ich nicht nur unser Theater, sondern die Puppenspielkunst selbst", sagte Sabine Schramm, Intendantin des Puppentheaters.
Auch Oberbürgermeisterin Simone Borris (63, parteilos) freute sich und gratulierte dem Haus. "Gerade in einer Zeit, in der die öffentliche Finanzierung unserer Theater intensiv und kontrovers diskutiert wird, ist diese erneute Auszeichnung auch ein wichtiges kulturpolitisches Signal: Unsere Theater sind weit mehr als Spielstätten."
Im Vorjahr hatte das Theater Magdeburg den Perspektivpreis der Länder für das Festival "eXoplanet #1" gewonnen.
Der Perspektivpreis des Deutschen Theaterpreises "Der Faust" ehrt Projekte, die neue kulturpolitische, künstlerische oder strukturelle Perspektiven für die Theaterlandschaft liefern. Die Preisverleihung ist am 14. November im Hessischen Staatstheater Wiesbaden.
Titelfoto: Puppentheater Magdeburg
